Tiere auf Weide schwer verletzt

Pony-Schlitzer: „Peta“ setzt 1000 Euro Belohnung aus

Groß-Zimmern - Ein unbekannter Täter hat am Samstagabend, 30. Juli, zwei Ponys auf einer Koppel in der Klein-Zimmerner Straße „Am Brückelchen“ schwer verletzt. Beiden Tieren wurden im Bereich der Fesseln so tiefe Schnittverletzungen zugefügt, dass sie in eine Tierklinik gebracht werden mussten und wahrscheinlich nur eine Überlebenschance von rund 50 Prozent haben.

Die Ponys befanden sich zur Tatzeit auf einer Wiese in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus. Die Besitzer stellten die Verletzungen gegen 21 Uhr fest. Gegen 18 Uhr waren die Tiere noch wohlauf. Beide Ponys werden als sehr zutraulich beschrieben, sie standen mit weiteren neun Artgenossen auf der Weide. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können, sich unter Tel.: 96560 zu melden. Um die Suche nach dem oder den Tätern zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation „Peta“ eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Das teilte die Organisation am Dienstag mit. „Dies ist nicht der erste Fall in der Region“, heißt es in der Pressemitteilung.

Am 13. Mai verletzte ein Pferderipper eine trächtige Stute auf einer Koppel in Mühltal-Traisa durch einen Schnitt im Genitalbereich schwer. Immer wieder würden der Tierrechtsorganisation Gewalttaten gegenüber Pferden gemeldet, schreibt tierschützerin Judith Pein und rät dazu, weitere Vorfälle in der Region umgehend anzuzeigen, um mögliche Tatzusammenhänge zu erkennen. „Peta“ ruft Pferdehalter zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Tiere sollten nachts möglichst nicht auf der Koppel stehen, sondern in einem möglichst videoü-berwachten Stall untergebracht werden, heißt es in der Pressemitteilung. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein und Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt werden. Aus Sicherheitsgründen sei es dabei ratsam, mit mindestens zwei Personen unterwegs zu sein und Mobiltelefone bei sich zu tragen.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Tierquälerei ist eine Straftat und kann mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Zeugen, die Informationen beisteuern können, auch anonym, sollten sich unter Tel.: 01520/7373341 oder per E-Mail: JanaF@peta.de, an PETA wenden. guf

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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