Rauchwarnmelder können im Notfall Leben retten

Mit Puppenhaus zu Gast bei den Ruheständlern

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Brandschutzexperte Joachim Köbel brachte den Ruheständlern das Puppenhaus nicht zum Spielen mit. Anhand des Modells erläuterte er wie sich Rauch ausbreitet.

Groß-Zimmern - Weshalb Rauchwarnmelder echte Lebensretter sind, erklärte Brandschutzexperte Joachim Köbel in seinem Vortrag bei den Ruheständlern im evangelischen Gemeindehaus am Mittwoch. Seit Januar sind die Signalgeber für jede Wohnung Pflicht. Von Julia Glaser 

Rund 800 Menschen sterben jährlich, weil ein Feuer in ihrer Wohnung ausbricht. Todesursache ist meistens nicht das Feuer selbst, sondern der Rauch: Schon wenige Atemzüge genügen, um an einer Vergiftung zu sterben. Weil der Geruchssinn im Tiefschlaf so gut wie inaktiv ist, weckt der Rauchwarnmelder schlafende Bewohner mit einem hohen Pfeifton, um sie vor der Gefahr zu warnen.

Privat ist jeder selbst dafür verantwortlich, dass die Geräte in der Wohnung angebracht werden, in Mietverhältnissen muss sich der Vermieter darum kümmern. Alle Ruheräume müssen mit einem Warnmelder ausgestattet sein, außerdem alle Flure, die als Rettungsweg dienen.

Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Zimmern demonstrierte an einem Modellhaus, wie sich der Rauch ausbreitet und wie die Feuerwehr bei einem Einsatz vorgeht. Er gab Tipps zum Kauf und zur Wartung der Geräte und erzählte von seinen eigenen Erfahrungen bei Feuerwehreinsätzen.

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