Neu gestalteter Spielplatz in „Grüner Mitte“

Reger Besuch trotz Regens

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Das Baggern im Sand mit dem schwenkbaren Kran machte allen Kindern Freude.

Groß-Zimmern - Mutig standen die Organisatoren der Spielplatzeinweihung zu ihrem Termin am Dienstag. Und sie hatten Glück. Von Gudrun Fritsch 

Während es am Vormittag noch stark regnete, konnten die Schirme bei der Eröffnung geschlossen werden und die ersten Kinder kletterten bald begeistert auf die Geräte und baggerten im Sand.

Nach achtmonatiger Arbeitszeit wurde der wohl am meisten frequentierte Zimmerner Spielplatz in der „Grünen Mitte“ am Dienstag im Rahmen einer kleinen Feier eingeweiht. Zufrieden wies Bürgermeister Achim Grimm auf die zügige Grunderneuerung hin und lobte, dass Bürgerwünsche bei der Planung berücksichtigt wurden. Ende April hat der TÜV alle Geräte geprüft und grünes Licht für die Nutzung gegeben.

Die barrierefreie Gestaltung kostete 155 000 Euro. Da die „Grüne Mitte“ im Quartier der „Sozialen Stadt“ liegt, wurden Gelder aus dem Bund-Länderprogramm beantragt. „Der Bewilligungsbescheid liegt uns vor“, so Grimm. Demnach hat die Gemeinde lediglich ein Drittel der Kosten zu tragen. Jeweils ein Drittel legen das Land Hessen und der Bund drauf. 2008 wurde Groß-Zimmern in das Städtebauförderprogramm aufgenommen, mit dem der Bund die Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und struktur-schwacher Stadt- und Ortsteile unterstützt. Über das Programm wurden unter anderem der Jugend-Sportplatz in der Angelgartenstraße, die Pausenhöfe der Schule im Angelgarten und der Albert-Schweitzer-Schule sowie das Außengelände der katholischen Kita um- oder neu gestaltet und das Jugendzentrum zum Familienzentrum aufgestockt und ausgebaut. Nur noch bis zum Jahresende kann die Gemeinde Förderanträge im Programm stellen. Als weiteres Projekt ist hierfür die Umgestaltung des Rathausplatzes vorgesehen. Erste Pläne hierfür werden am Montag (30.) um 20 Uhr im Rathaus bei der Tagung des Fachausschusses vorgestellt.

Trotz des schlechten Wetters waren zahlreiche Bürger mit Kindern sowie Vertreter des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung zur Einweihungsfeier gekommen. Neben der Planerin Anette Wreesmann waren auch Mitarbeiter der ausführenden Gartenbau-Firma Winkler sowie des Bauhofes anwesend. Letztere sorgten auch für die Bewirtung von Jung und Alt. „Wir haben überall naturnahe Materialien gewählt, etwa Robinienholz für die Klettergeräte und der vorhandene Baumbestand konnte erhalten werden“, beschrieb Wreesmann zufrieden. Ein zentrales Thema bei der Planung mit Bürgerbeteiligung war, dass auch für behinderte Kinder Angebote geschaffen werden sollten.

Sofort liefen die Kleinen auf den Platz und testeten begeistert die Geräte. Mutig balancierte der achtjährige Hannes als erster auf der Hängebrücke des Klettergerüstes. „Das wackelt ganz schön“, meinte er. Nicht anzumerken war ihm dabei, dass er nach einer Krebserkrankung beinamputiert ist und eine Prothese trägt. Seine Schwester Ella (5) zog es vor, die Rutsche auszuprobieren. Der Bagger auf dem Sandspielplatz, die Schaukeln und die anderen Spielgeräte waren bald von Kindern in Beschlag genommen. Nur die Bobby-Car-Rennbahn wurde vorerst noch nicht befahren. Bis auf wenige Flächen, auf denen der Rasen noch anwachsen muss, ist der Platz nun zum Spielen freigegeben. In zwei Monaten können die Zäune entfernt werden, kündigte Johannes Winkler an.

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