Informationsabend für Eltern der ASS

Ruhigere Zeiten für die Schule

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Die ASS macht Schüler fit für den Alltag und das Berufsleben. Hier gab’s Infos über den Körper.

Groß-Zimmern - Wer am Donnerstag in den Pausenhof der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) kam, war verwundert. Den Informationsabend für Eltern von Viertklässlern aus den Grundschulen nutzten im Vergleich zu den Vorjahren weniger Interessenten. Von Ulrike Bernauer

Auch Schulleiter Helmut Buch konnte sich die geringe Teilnahme kaum erklären, sagte aber: „wir sind aufgrund der Raumsituation aber auch gar nicht unglücklich, wenn auf unsere Schule nicht wieder ein großer Run zukommt.“ Insgesamt habe sich die Situation im Landkreis normalisiert, nachdem viele Gymnasien und Gesamtschulen zur längeren Schulzeit von G9 zurück gekehrt sind. Die ASS habe vor fünf Jahren den Vorreiter gespielt, weshalb auch viele Dieburger Kinder nach Zimmern in die Schule gegangen seien. „Denen gefällt es hier immer noch hier“, so Buch. Für das kommende Schuljahr rechnetder Schulleiter wieder mit sechs Anfängerklassen, davon voraussichtlich drei in der Förderstufe und drei im Gymnasialen Zweig.

Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Köbler richtete neben der Vorstellung der Besonderheiten der Gesamtschule ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Schulform durch die Eltern. „Es kann ja nichts schaden, wenn wir unser Kind erst mal auf dem Gymnasium anmelden“, diese These mancher Eltern stellte Köbler in den Raum und widersprach vehement. Wenn das Kind durch ständige Misserfolge und schlechte Noten den Spaß an der Schule und am Lernen verliere, weil es durch falsche Wahl der Schulform ständig überfordert sei, sei der Schaden groß. Wenn dann in Klasse acht oder neun die Rückstufung in die Realschule erfolge, bedeute das einen weiteren Misserfolg. „Wenn das Kind dann seinen Realschulabschluss macht, so ist dies meist schlechter, als wenn es gleich in die passende Schulform gegangen wäre.“

Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems

Die Leiterin des Real- und Hauptschulzweiges, Ingeborg Klages, verwies in diesem Zusammenhang auf die mittlerweile große Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems. „Macht Ihr Kind nach dem Abschluss der Hauptschule eine Lehre, dann hat es mit der Gesellenprüfung auch den Realschulabschluss. Macht es dann noch einen Meister, kann es auch ohne Abitur studieren.“ Etliche Eltern wollen ihr Kind sicher an der ASS anmelden. Dazu gehört Tanja Ihring. „Meine Tochter Ronja hat entschieden, dass sie nach der vierten Klasse in der Friedensschule auf die Zimmerner Gesamtschule gehen will. Sie will aufs Gymnasium und ganz wichtig ist ihr Spanisch. Als klar war, dass das hier als zweite Fremdsprache angeboten wird, stand für sie auch fest, dass sie die ASS besuchen will. Ich habe heute den Informationsabend besucht, um das Kollegium mal zu sehen.“

Auch für Claudia Kraus ist der Wunsch ihrer Zwillinge entscheidend. „Meine Tochter hat gesagt, ich will in Groß-Zimmern bleiben. Die Schule ist vor Ort und das Angebot überzeugt mich auch.“ Alena Boller wird ihren Sohn ebenfalls auf die Gesamtschule schicken. „Die ASS hat einen sehr guten Ruf und es ist gerade mal zehn Jahre her, dass ich selber hier zur Schule gegangen bin.“ Für Uwe Menz ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Seine Zwillinge besuchen die Grundschule in Gundernhausen. „Wir haben die Wahl zwischen Roßdorf, Dieburg oder Groß-Zimmern und schauen uns nun mal die drei Schulen an. Die Vorstellung der Zimmerner Gesamtschule hat mir bis jetzt am besten gefallen. Aber wir werden noch ein wenig nachdenken müssen, die meisten der Freunde unserer Kinder gehen wohl nach Roßdorf. Außerdem ist die Busverbindung nach Groß-Zimmern nicht gut.“

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