Zweimal wöchentlich Abgabe an alle Bedürftigen

Sammelaktion: Bringt her eure Kleider!

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Gabriele Flavio-Kuhn, Angela Lorenz und Franziska Wiedenmann schauen die gespendete Kleidung erst einmal durch, bevor sie sie annehmen und einsortieren.

Groß-Zimmern - Schon früher wurde gut erhaltene und aktuelle Kleidung gesammelt, nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für andere finanziell nicht so gut gestellte Mitbürger. Von Ulrike Bernauer 

Ort war das Nachbarschafts- und Familienzentrum, das aber nach einiger Zeit an die Grenze seiner Belastbarkeit gekommen war und deshalb die Sammlung einstellen musste. Nun bietet sich dem Arbeitskreis Flüchtlinge die Möglichkeit, im Mehrgenerationenhaus (MGH) wieder Kleiderspenden entgegen zu nehmen, sie in einem Kellerraum im Haus Elisabeth zu lagern und anschließend auch auszugeben. Der Start der neuen Kleiderkiste war am Montag.

Gabriele Flavio-Kuhn, Angela Lorenz und Franziska Wiedenmann nahmen schon am ersten Tag im MGH bergeweise Kleidung entgegen. Nach einer Durchsicht wurde alles ins Haus Elisabeth in der Bahnstraße gebracht. Dort erfolgt künftig die Ausgabe an Bedürftige. Während Spenden nur einmal monatlich angenommen werden, immer am ersten Montag im Monat zwischen 17 und 18 Uhr, können sich Interessenten zweimal die Woche in der Kleiderkammer im Haus Elisabeth melden: Dienstags von 9 bis 12 Uhr hat die Kleiderkiste geöffnet und donnerstags von 14 bis 17 Uhr und zwar in jeder Woche. Flavio-Kuhn, Lorenz und Wiedenmann betonen, dass die Kleiderkiste die Spenden nicht nur an Flüchtlinge, sondern an alle Menschen ausgibt, die mit wenig Geld auskommen müssen. Außerdem appellieren sie an die Spender, nur wirklich gut erhaltene Kleidung abzugeben.

Zur Zeit ist bereits Sommerkleidung gefragt. Im Gegensatz zu früher wird die Kleidung gleich bei der Annahme durchgeschaut und gegebenenfalls nicht angenommen. „Damit verhindern wir, dass schlecht erhaltene oder unpassende Kleidung dann von uns weggeworfen werden muss.“ Eine weitere Neuerung will der Arbeitskreis, um die Kleiderkiste kümmern sich acht Frauen, einführen. Künftig soll ein Kleidungsstück einen geringen Obolus kosten. Man hatte früher die Erfahrung gemacht, dass mancher Interessent viele Stücke abschleppte, die dann im Kleidercontainer oder im Müll landete. Ein Aushang am Rathaus soll künftig auch auf andere Dinge aufmerksam machen, die benötigt werden. Hier können sich Bürger gezielt informieren, wenn sie andere Gegenstände als Kleidung spenden möchten.

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