Im Oktober beginnt pfeifenlose Übergangszeit in der Kirche

Neue Orgel soll auf sicherem Boden stehen

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Das Orgelprojekt fest im Blick haben (von links) Koordinator Manfred Göbel, Orgelbauer Dirk Eule sowie Kirchenmusiker und Bauingenieur Klaus Wörtche.

Groß Zimmern - Die Sankt Bartholomäuskirche bekommt eine neue Orgel. Bevor dieses Instrument eingebaut werden kann, muss noch der der Boden bereitet werden. Dazu gab es am Freitag vor Ort einen Besprechungstermin mit Orgelbauer Dirk Eule.

Vor mittlerweile gut sechs Jahren befanden Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde, dass es wohl auf Dauer nicht mehr so weitergehen kann mit einem Instrument, das zwar noch nicht ganz auf dem letzten Loch pfeift, aber Gottes Lob doch mit zunehmendem Krächzen verbreitet und zudem falsch positioniert ist. So entstand Bewegung, an deren Spitze sich Dr. Manfred Göbel setzte, Rektor der katholischen Edith-Stein-Schule, Heimatforscher und äußerst kreativer Spendensammler.

Auf eine Investition von 250.000 Euro hat man sich mit dem bischöflichen Ordinariat in Mainz verständigt, 232.000 Euro sind bis jetzt zusammengekommen, die restlichen 18.000 Euro werden in Kreisen des Zimmerner Orgelfördervereins wohl eher als „Klacks“ angesehen, wie Kassenwart Helmut Kriha beim Ortstermin auf der Empore des 1904 erbauten Gotteshauses durchklingen ließ.

Vielmehr gehe es darum, diese Grenze noch möglichst weit zu überbieten, damit man sich einige Register mehr leisten kann. Orgelbauer Eule, Chef eines Familienbetriebs in der vierten Generation, plant das bereits ein, damit die neue Orgel „Sonderausstattungen“ aufnehmen kann.

Das neue Instrument soll – wie das auch früher schon einmal war – quer über die Empore positioniert werden, wo sich heute noch ein getrepptes Podest für den Kirchenchor befindet. Die Orgel soll zweisäulig werden, damit in der Mitte der Blick aufs prächtige große Kirchenfenster frei bleibt.

Kleine Dörfer und großer Klang - Orgeln in Ostfriesland

Hinter der aktuellen Orgel, auf der Südseite der Empore, ist ein weiteres großes Fenster verborgen, über dessen künftige Gestaltung noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. „Eigentlich geht es hier um zwei Projekte: die Sanierung der Empore und die neue Orgel. Aber beides hängt natürlich zusammen“, erklärte Hans Hix, in der katholischen Kirchengemeinde ehrenamtlich engagierter Bauingenieur. „Wir müssen den Boden für die Orgel bereiten, da sind auch statische Fragen zu klären, und das geht erst dann, wenn dieses Chorpodest draußen ist.“ Klaus Wörtche nickte. Er bringt doppelte Kompetenz ins Projekt ein: als Bauingenieur und Kirchenmusiker.

Die alte Orgel wird am Sonntag, 4. Oktober, ihren letzten Ton von sich geben. Am Montag (5.) soll dann der Abbau beginnen, denn ein Teil der Pfeifen wird wiederverwendet. Und die Spendenkampagne geht weiter. (sr)

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