Schulstart für ABC-Schützen

Mit Schultüten im Arm zum großen Tag

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Groß waren am Dienstag Aufregung und Freude bei den ABC-Schützen der Klasse 1b der Angelgartenschule.

Klein-/Groß-Zimmern - Für 128 Kinder aus Klein- und Groß-Zimmern war der 8. September in diesem Jahr ein ganz besonderer Tag. Von Ulrike Bernauer und Laura Hombach

Mit Schultüten im Arm, Ranzen auf dem Rücken und Eltern und anderen Verwandten im Schlepptau machten sie sich auf zu ihrer allerersten Unterrichtsstunde. Die drei Zimmerner Grundschulen begrüßten am Dienstag ihre neuen Schüler.

„Ihr seid Glückspilze“, stellte die Schulleiterin der Schule im Angelgarten (SiA), Martina Goßmann an die Schulanfänger gewandt fest. „Ihr bekommt gleich zwei Lehrerinnen.“ Grund für die großzügige Ausstattung: In jeder ersten Klasse der Grundschule befinden sich 27 Kinder. Normalerweise hätten damit drei Klassen gebildet werden müssen. Leider fehlen der SiA dafür aber die räumlichen Voraussetzungen. Am Dienstagvormittag wurden die 54 neuen SiA-Kinder bei einer Einschulungsfeier mit den zwei Liedern „Herzlich willkommen ihr lieben Leute“ und die „Hip-Hop-Schule“ begrüßt. Die Kinder der beiden dritten Klassen hatten die Lieder einstudiert. In der SiA hat jede Klasse ihr tierisches Maskottchen und Schulleiterin Goßmann machte es spannend und ließ einen künftigen Schüler der Klasse das Stofftier aus einer Tasche holen. Die Klasse 1a, deren Kinder als erste nach vorne gerufen wurden, freute sich über einen Fisch. Ein bärenstarker Hase wird die Klasse 1b durch ihre Schulzeit begleiten.

Für eine Stunde ging es dann noch einmal in den Klassensaal, wo sich die Kinder kennen lernen und sich auch mit ihren Klassenlehrerinnen vertraut machen konnten. 63 ABC-Schützen hatten am Dienstag an der Friedensschule ihren großen Tag. Das seien vergleichsweise wenige Schulanfänger, erklärt Schulleiter Axel Pucknat, und verweist auf die 89 Kinder, die er im vergangenen Jahr an der Schule willkommen heißen konnte. Das sei indes kein Trend, so Pucknat. Ein Blick auf die Neuzugänger im kommenden Schuljahr 2016/17 zeige jetzt schon, dass es dann in den Reihen der Kleinen, die bei der Einschulungsfeier aufgeregt ihrer ersten

Unterrichtsstunde entgegenfiebern, wieder voller wird. Für die Erstklässler hat der kleine Jahrgang indes deutliche Vorteile: Auf drei Klassen verteilt können sie bei angenehmer Klassenstärke optimal in das Schulleben starten. Dafür sind auch die nötigen Lehrkräfte vorhanden. Mit einem 21 Köpfe starken Kollegium (inklusive der Pfarrer und Referendare) können alle Stunden abgedeckt werden. Insgesamt werden im neuen Schuljahr 322 Kinder in der Friedensschule die Schulbank drücken.

Während an der Grundschule selbst nun wieder der Lernalltag Einzug hält, wird das alte Schulhaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße, das die Friedensschule für den Ganztagsbetrieb benötigt, von Handwerkern in Schuss gebracht. Die Farbgebung der einzelnen Räume sei bereits festgelegt, die Möbel ausgesucht, schildert Pucknat. Im nächsten Jahr soll das Gebäude bezugsfertig sein. Dann kann auch das Nachmittagsangebot der Schule, die bereits jetzt 15 AGs (wobei ein Teil davon mit Kosten für die Eltern verbunden ist), erweitert werden. „Der Pfiffikus ist uns bei der Nachmittagsbetreuung eine ganz große Hilfe“, lobt Pucknat dieses Angebot.

Die Klein-Zimmerner Geißbergschule startet mit elf Erstklässlern in das neue Schuljahr. Nach den Schulrichtlinien ist die neue erste Klasse damit eigentlich zu klein. Da aber bereits 16 Schüler die zweite Klasse besuchen, kommt eine Zusammenlegung der beiden Stufen nicht in Frage. Denn das würde 27 Kinder in einer Klasse bedeuten, was wiederum zu viel ist.

Da die Geißbergschule über genug räumliche Kapazitäten verfügt, kommen die Kinder der ersten Klasse nun in den Genuss eines ganz intensiven Unterrichts durch Lehrerin Bettina Geißler. Sie freut sich, wieder in einer ersten Klasse unterrichten zu dürfen, nachdem sie zweimal vorher jeweils eine dritte Klasse übernahm und sie dann schon nach zwei Jahren wieder abgeben musste.

Die Erstklässler werden noch ein weiteres Privileg genießen, sie dürfen von Anfang an mit einer der modernen interaktiven Tafeln arbeiten. Insgesamt verfügt die Klein-Zimmerner Grundschule über zwei dieser computergestützten Tafeln für ihre insgesamt 59 Schüler in vier Klassen.

Zur Einschulung wurden die neuen Geißbergschüler von den Kindern der zweiten Klasse mit dem Theaterstück „Der „Buchstabenbaum“ empfangen. Ein Willkommenslied gab es auch noch für die Anfänger, „He, hallo, Willkommen in der Schule“, hatten die etwas älteren Schüler einstudiert.

Schulleiterin Angelika Klindt freute sich über den gelungenen Einstieg der Erstklässler, die noch eine Stunde mit ihrer Klassenlehrerin in ihrem Schulraum verbrachten. Sie verwies auch darauf, dass von den sechs Jungen und fünf Mädchen vier die Nachmittagsbetreuung durch den Pfiffikus in Anspruch nehmen werden. Zusammen mit den älteren Schulkollegen werden sie künftig zur Betreuung nach Groß-Zimmern fahren.

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