Sanierungsarbeiten, Reinigungen und ein neuer Bademeister

Im September ist das Hallenbad wie neu

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Technikwirrwarr im Keller des Hallenbades, aber Uwe Baumann kennt sich hier gut aus.

Groß-Zimmern - Längst nicht jede Gemeinde hat heutzutage noch ein Hallenbad. In Zimmern kann man sich glücklich darüber schätzen, dass die Einrichtung Im Rauhen See existiert. Während der langen Sommerschließzeit laufen dort aktuell Sanierungsarbeiten, zuletzt kommt das Großreinemachen. Von Gudrun Fritsch 

Von September 2015 bis Mai 2016 waren über 55.000 Besucher im Hallenbad. Derzeit ist es hier jedoch seltsam ruhig und leer. Auf dem Boden kleben Schutzfolien und wo sonst vor allem Kinder plantschen, ist kein Wasser. Im leeren Becken liegen zwei verwaiste Bälle, am Rand stehen Gerätschaften und Schwimmutensilien, teils gereinigt und sortiert. „In der Heizungsanlage hatte es kleinere Rohrbrüche gegeben. Die konnten während des laufenden Betriebs nicht repariert werden“, berichtet Hallenbadmitarbeiter Uwe Baumann von Problemen mit der Fernwärme, die von den Schulen geliefert wird. Mit seinem spezifischen Technikwissen ist er eine Art Mädchen für alles im Hallenbad. Neben dem Rettungsschwimmer will er möglichst bald den Abschluss als Fachkraft für Bäderbertriebe draufsatteln. Im Rahmen der Schließzeit vom 15. Mai bis 15. September wird nun geackert. Die Zirkulationspumpe musste repariert werden, zwei neue Boiler und ein Warmwasserbereiter wurden eingebaut, zahlreiche kleinere Reparaturen kamen hinzu. „Damit dürfte das Problem des Wärmeverlustes behoben sein“, sagt Baumann. Alle Heizkörper wurden abgebaut, an einigen Stellen der Boden aufgestemmt und Undichtigkeiten beseitigt. Fachfirmen kontrollieren regelmäßig die Stromanlagen, die Unterwasserscheinwerfer sowie der elektrische Jalousiebetrieb wurden repariert. Als nächstes wird die Firma Hotz Fugen und beschädigte Fliesen erneuern.

Viele kleine Arbeiten wurden von Mitarbeitern des Bauhofs ausgeführt und in den Duschen wurden sämtliche Paneele erneuert. „Diese Räume kann man demnächst wohl auch vom Schwimmbecken aus betreten. Die Zugänge und Fluchtwege werden geändert“, weist Baumann auf weitere Neuerungen hin. Ihn ärgert besonders, dass die Spindschlösser oft beschädigt sind. „Viele werfen Plastikchips ein. Danach muss der Spind aufgebrochen werden. Wir werden Hinweisschilder anbringen, um das zu verhindern.“ Bisher hat die Gemeinde Aufträge über 45.000 Euro vergeben, doch dabei das wird voraussichtlich nicht reichen. Nachdem die Fachangestellte für Bäderbetriebe zum Saisonende gekündigt hatte, wurde ein neuer Kollege eingestellt, derzeit arbeiten die Kollegen im Dieburger Freibad. Ab September gibt es zunächst nur einen Babyschwimmkurs unter Leitung von Reiner Geier vom TV, ab Januar dann eventuell zwei. Anmeldungen sind über die Homepage der Gemeinde möglich. Alle anderen Kurse laufen wie geplant, die Zeiten werden noch angekündigt.

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