Der Guggugg läutet im Glöckelchen Weihnachten ein

„Sie kreischt, de Boam is sou schepp.“

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Jürgen Poth, alias „der Guggugg“, erfreute sein Publikum im Glöckelchen mit den etwas anderen Weihnachtsliedern.

Groß-Zimmern - Die etwas andere Einstimmung auf Weihnachten wollten sich etliche Zimmerner nicht entgehen lassen. Am Samstag war es voll im Glöckelchen, als sich Jürgen Poth, alias Guggugg, auf die Bühne begab, um sein Publikum mit Weihnachtlichem und anderem zu unterhalten. Von Ulrike Bernauer 

Die richtig besinnliche Stimmung wollte der Guggugg, nur ausgestattet mit seiner Gitarre und seiner Stimme, allerdings nicht erzeugen. Es ging um die etwas spaßige Sicht auf das Fest der Feste. Auch wenn seine Themen auf den ersten Blick schon viel mit Weihnachten zu tun hatten. Da ging es beispielsweise um den Weihnachtsmarkt, unwiderstehlich auf Ourewällerisch „Weuhnoachtsmoart“ genannt, oder um den Weihnachtsbaum, mit dem es der Guggugg seiner Angetrauten ganz und gar nicht recht machen kann, „egal woas ich hoambring, sie kreischt, de Boam is sou schepp.“

Das Publikum war in der rechten Stimmung für die Späße und neben viel Gelächter gab es auch viel Applaus. Zwischendurch ließ der Guggugg auch mal das Musikinstrument links liegen und erzählte eine kleine Geschichte, zum Beispiel, „wie Maria und Josef durch die Wüste dappe.“ Ernsthafter wurde es bei Teilen des Programms, in denen der Sänger sich der Weihnacht im ersten Weltkrieg widmete. Am ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1914 schwiegen die Waffen, in den folgenden Jahren war von einer solchen Rücksicht auf Weihnachten keine Rede mehr.

Ganz besonders freute sich der Guggugg über ein Präsent. Von Jörg und Birgit Sprang hat er ein Weihnachtsgeschenk erhalten. Die beiden hatten für den Sänger einen Kuckuck mit Gitarre aus Filz gebastelt. So wurde der Guggugg nun von zwei Namensvettern begleitet, dem Filzkuckuck, der zu seinen Füßen hockte und dem gemalten Vogel, der auf dem Plakat hinter dem Guggugg prangte.

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