Sehr harmonischer Start des Parlaments

Sieben im Interesse der Gemeinde

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Der Gemeindevorstand wurde am Dienstag von Bürgermeister Achim Grimm (links) vereidigt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Manfred Pentz dankte Grimm den früheren Mitgliedern und gratulierte den neuen.

Groß-Zimmern - Nach der Kommunalwahl sind jetzt die politischen Ämter alle neu besetzt und die Rollen in den Fraktionen sowie im Rathaus neu verteilt. Bei der zweiten Sitzung am Dienstag wählten die Gemeindevertreter im Rathaus den neuen Vorstand. Von Gudrun Fritsch

Reibungslos und sehr harmonisch, aber trotzdem nicht ohne Diskussion verlief die Sitzung der Gemeindevertreter. Einige Gäste waren erschienen, denn schließlich sollten auch die ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt werden, die in den kommenden fünf Jahren wesentlich über die Entwicklung Groß-Zimmerns mit entscheiden werden. 18 Tagesordnungspunkte galt es abzuhandeln, die allerdings zuvor – wie in Groß-Zimmern seit etlichen Legislaturperioden üblich – in den Ausschüssen intensiv behandelt und diskutiert worden waren. Die zahlreichen Neulinge im Parlament erhalten offensichtlich in ihren Fraktionen viel Unterstützung. Sie wirken insgesamt gut vorbereitet und mit den Themen vertraut. So war es dem alten und neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung (MdL) Manfred Pentz möglich, seinen forschen Führungsstil beizubehalten, ohne dass der Eindruck entstand, jemand könnte übergangen werden. Alle Entscheidungen wurden mit deutlicher Mehrheit gefällt, die vorbereiteten Anträge befürwortet.

Die CDU-Fraktion hatte bei der ersten Parlamentssitzung im April den Antrag gestellt, für die Wahl der ehrenamtlichen Beigeordneten Artikel drei der Hauptsatzung zu ändern und die Zahl der Beigeordneten auf sieben zu erhöhen. Begründet wurde dies vom Fraktionsvorsitzenden Friedrich Faust: „Bei sieben Beigeordneten ist eine ordnungsgemäße Erledigung der umfangreichen Aufgaben des Gemeindevorstandes gewährleistet“, das habe sich bereits in der letzten Wahlperiode gezeigt. Diesem Antrag hatten die Parlamentarier mit 19 Ja- und 12 Nein-Stimmen zugestimmt und für die Wahl am Dienstag Listenvorschläge eingereicht.

Zwei bleiben, vier gehen: Bisher waren im Gemeindevorstand (v.l.) Heinz Bach, Jürgen Günster, Clemens Geiß, Reinhold Liebenstein, Oriana Hiemenz, Stefan Herbert (Schriftführer) und Werner Parsczinski. Hier mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Manfred Pentz.

Da mit Thomas Unterleider (CDU) und Catrin Geier (SPD) zwei Gemeindevertreter entschuldigt fehlten, waren lediglich 29 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Dadurch wurde das komplizierte Errechnen der jeweiligen Quote zwar etwas erschwert, am zu erwartenden Ergebnis dürfte es jedoch kaum etwas geändert haben. Wenngleich Pentz als Wahlleiter die Verkündung des Ergebnisses doch recht spannend hielt. Bei einem Quotienten von 13 (Sitzanteil 3.14) entfielen auf die CDU drei Sitze. Die Sozialdemokraten kamen auf acht Punkte, was einer Sitzzahl von 1,93 entspricht, die Grünen (fünf) erhielten 1,21 Sitze und die Zimmerner Liste (3) 0,72. „Demnach entsendet die CDU drei und SPD, Grüne und ZiLi jeweils einen Beigeordneten“, so Pentz. Erst nach diesem kurzen Schreckensmoment fügte er hinzu: „Das wären allerdings nur sechs. Wegen der höheren Zahl hinter dem Komma erhält die SPD einen zweiten Sitz.“ Erst dann wurde zur Einführung, Verpflichtung, Ernennung und Vereidigung der ehrenamtlichen Beigeordneten übergegangen.

Jeder Gemeindevertreter kann gegen die Gültigkeit innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses Widerspruch beim Vorsitzenden der Gemeindevertretung erheben. Im Falle eines Widerspruchs entscheidet die Gemeindevertretung.

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