Sportferienspielen in Groß-Zimmern

Volle Konzentration aufs Schweinchen

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Am Dienstagvormittag waren die Ferienspielkinder auf dem Bouleplatz. Beim Werfen der Kugel machten sie eine sehr gute Figur.

Groß-Zimmern - Die Sommerferien sind im vollen Gange und bei den Sportferienspielen steht vor allem eines auf dem Plan: so viele unterschiedliche Sportarten wie möglich kennenlernen.

Die Ferienspielkinder sind voll auf das Schweinchen konzentriert. Allerdings handelt es sich am Dienstagvormittag bei dem Schweinchen nicht um ein lebendiges Tier, sondern so wird die kleine Kugel genannt, die beim Boule als Zielelement gilt. Also versuchen Nina und Milena ihre kleinen Bälle möglichst dicht an der viel kleineren Kugel zu platzieren. Sport ist das Motto der Ferienspiele in der zweiten Woche und am Dienstag ist ein Teil der 45 Kinder auf dem Bouleplatz in der Waldstraße, die anderen drehen ihre Runden auf Inlinern in der Rad- und Rollsporthalle. Nina und Milena (beide zehn Jahre alt) haben sich ganz bewusst für diese Woche angemeldet, die beiden Mädchen treiben auch außerhalb der Ferien Sport, Nina schwimmt und Milena rennt, springt und wirft bei der Leichtathletik. Während Nina zum ersten Mal an den Ferienspielen teilnimmt, ist Milena ein alter Hase, beiden macht es bis jetzt so viel Spaß, dass sie sich gut vorstellen können, auch im nächsten Jahr mitzumachen.

So viele Sportarten wie möglich werden den Kindern in dieser Woche angeboten. Es wird Tischtennis und Badminton gespielt, Hand-, Brenn- und Völkerball stehen auf dem Programm. Betreuerin Vanessa Braun bedauert nur, dass sich in diesem Jahr wenige Vereine an dem Ferienspielprogramm beteiligen. „Wir haben zwar viele Sportvereine angeschrieben, aber kaum Rückmeldungen erhalten.“ So blieben letztendlich der Rad- und Rollsportverein und natürlich der Pétanque-Verein.

Der stellt nicht nur den Platz zur Verfügung, sondern der Vorsitzende Michael Gerdon ist auch mit einigen seiner Sportkollegen anwesend. Sie erklären erst das Spiel und sind nun bei den Gruppen zugegen, um sozusagen Schiedsrichter zu spielen. „Es macht Spaß mit den Kindern, die sind voll bei der Sache und sie haben viel Vergnügen an dem Spiel“, sagt Gerdon. Als Nachwuchswerbung versteht er diesen Vormittag nicht. „Die Kinder sind zu jung, wir hoffen höchstens, dass sich vielleicht bei unserem Jedermann-Turnier im September vielleicht neben den Vereinen auch die ein oder andere Familie anmeldet.“

Leon (9) ist ebenfalls mit Begeisterung bei der Sache. Auch er ist sehr sportlich, spielt Fußball, Tennis und trainiert Leichtathletik. „Fußball mag ich aber am liebsten, weil da auch meine ganzen Freunde sind.“ Doch Kicken steht in der Sportwoche nicht auf dem Plan, allerdings wird in der Pause immer mal wieder zum Ball gegriffen. In der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule ist dafür genug Platz, Bälle und Tore gibt es auch.

Ein wenig schwierig wird es mit der nassen Erfrischung der Ferienspielkinder. Bis jetzt standen den Kids immer zwei Pools auf dem Gelände des Jugendzentrums zur Abkühlung zur Verfügung – nun ist es nur noch einer. „In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde uns doch tatsächlich einer geklaut“, sagt Jugendpfleger Markus Psczolla, der ob dieser Missetat gar nicht aus dem Staunen herauskommt. „So ein Teil bekommt man für ein paar Euro, warum muss man es dann den Ferienspielkindern wegnehmen?“, fragt nicht nur er sich. (bea)

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