Ersatz für Bus-Werner gefunden

RMV strebt „stabilen Betrieb“ an

Darmstadt-Dieburg/Groß-Zimmern - Das insolvente Unternehmen Werner GmbH, das zahlreiche Nahverkehrsbusse in und um Darmstadt betreibt, wird nach und nach durch andere Betreiber abgelöst.

Vor allem die Busse von und nach Darmstadt betreiben, fahren nach Schilderung von Fahrgästen nur noch nach dem Zufallsprinzip. Am Freitag, 17. Juli, war es zu einer besonders hohen Zahl an Fahrtausfällen auf den Linien von Darmstadt und Ober-Roden nach Groß-Zimmern gekommen. Die Situation hat sich allerdings seit Beginn der vergangenen Woche wieder verbessert. Die Fahrtausfälle lagen aber weiterhin bei etwa vier Fahrten am Tag. Der Grund: Es gab bei den Fahrern einen hohen Krankenstand. Eine Mutter berichtete, sie habe kürzlich in Roßdorf bei 36 Grad im Schatten eine Stunde auf einen Bus gewartet. Sie komme oft zu spät, um ihre Tochter von der Kinderkrippe abzuholen, zudem erscheine sie zu spät am Arbeitsplatz, weil immer wieder mehrere Busse hintereinander ausfallen würden. Schüler kamen zuletzt fast täglich zu spät, was besonders bei den Abiturprüfungen fatal war.

Viele Nutzer klagen, bei Bus-Werner sei das Beschwerdetelefon seit Wochen abgeschaltet, beim Rhein-Main-Verkehrsver-bund (RMV) würden ihre Beschwerden mit Standardbriefen abgespeist. Der RMV hat inzwischen reagiert. Die Werner-Busse im Darmstädter Umland sollen nach und nach durch Subunternehmer bedient werden, damit die Fahrpläne wieder eingehalten werden. Ab Dezember werden diese Linien von der DB Busverkehr Hessen (BVH) übernommen. Die Linie 751 von Darmstadt zum Frankfurter Flughafen geht ab Dezember ebenfalls an einen neuen Betreiber. Dieser werde das erforderliche Personal vom Unternehmen Werner übernehmen, wie den Mitarbeitern am vergangenen Freitag in einer Betriebsversammlung mitgeteilt wurde. RMV-Chef Knut Ringat sagte, es solle auf allen Linien wieder einen stabilen Betrieb geben.

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