Stützpunkt hilft Senioren und Angehörigen

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Thema der Treffen sind die Belange von Senioren. Beim Sommerfest des Gersprenzpflegeheims wurde gesungen.

Groß-Zimmern - Eigentlich wollten sich die Seniorenvertreter bei ihrer vierteljährlichen Sitzung am Donnerstag im Haus Elisabeth über den Umgang mit dem Computer informieren.

Weil der Referent erkrankt war, erfuhren sie stattdessen Wissenswertes über den in Dieburg ansässigen Pflegestützpunkt. Fatma Yilmaz war als Referentin eingesprungen. Hauptaufgabe des Pflegestützpunkts besteht in der Beratung von Senioren und ihren Angehörigen. „Es ist schwierig durchzublicken, welche Leistung einem zusteht und wo man sie beantragt“, sagte Yilmaz. Der unabhängige Pflegestützpunkt im Landratsamt in Dieburg biete hier neutral Hilfe an. „Wir können manchen Menschen sehr schnell mit einer Antwort helfen, aber viele Beratungen sind sehr zeitintensiv.“

Seit 2011 verrichten die vier Mitarbeiter des Stützpunkts ihre Arbeit. Bürgermeister Achim Grimm wollte wissen, wie das Angebot von den Bürgern angenommen werde. Sie hätten alle Hände voll zu tun, so Yilmaz. In diesem Jahr hatten die Mitarbeiter von Januar bis August 780 Anfragen aus dem gesamten Landkreis. In vielen Fällen helfen Yilmaz und ihre Kollegen beim Stellen von Anträgen oder bei der Planung des Umbaus im Wohnumfeld. Oft kämen Angehörige auf den Pflegestützpunkt zu. 70 Prozent aller Pflegebedürftigen werden von den Angehörigen zu Hause versorgt. Die Seniorenvertreter aus Vereinen, aber auch der beiden Pflegeeinrichtungen, von Diakonie oder VdK, informierten sich auch über das Haus Elisabeth, in dem sie zu Gast waren. „Unser Haus wird in Groß-Zimmern sehr gut angenommen“, erklärte Thomas Neubecker, Einrichtungsleiter des Hauses. Von den insgesamt 112 Plätzen, die zur Verfügung stehen, sind mittlerweile 70 belegt. 20 Plätze seien speziell für die Unterbringung von schwer an Demenz erkrankten Menschen reserviert, hier sind 12 belegt. Die Bewohner kommen nicht nur aus Groß-Zimmern, sondern auch aus der näheren Umgebung.

Neubecker machte auch auf den offenen Mittagstisch aufmerksam, den alle Bürger aufsuchen können. Mittags ab 12 Uhr stehen drei Menüs aus Suppe, Hauptspeise und Nachtisch für fünf Euro zur Auswahl, ein Getränk gehört auch noch dazu. „Wir beliefern mit unserer gut aufgestellten Küche auch noch die Johanniter für Essen auf Rädern und ab Oktober werden wir auch noch das an die Pflegeeinrichtung St. Rochus mit beliefern“, sagte Neubecker. Das nächste Treffen der Seniorenvertreter wird am 25. November im Mehrgenerationenhaus stattfinden.

bea

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