Am sanierten Gebäude stehen erneut Arbeiten an

Schulfest an der ASS: Trotz Lecks im Dach gefeiert

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Rasante Show: Die Fünfer der ASS begeistern beim Schulfest mit Tanz und Akrobatik.

Groß-Zimmern - Ein Fest ist eine tolle Abwechslung zum Schulalltag - insbesondere dann, wenn sich ein extrem langes Halbjahr schier unendlich bis zu den ersehnten Sommerferien zieht. Von Ursula Friedrich 

Für die meisten der 850 Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) war ihre Mitwirkung beim Schulfest eine Premiere. 2008 war letztmalig im großen Stil gefeiert worden, damals anlässlich des 40. Geburtstages der Gesamtschule. Anschließend rollten die Baumaschinen vor, um die renovierungsbedürftige Schweitzer-Schule in großem Umfang zu sanieren. Nun wurde ausgelassenen gefeiert, von der großen Pausenhalle bis unter das Dach - aus dem es allerdings bereits wieder tropft, wie Schulleiter Helmut Buch bedauernd erklärte. Das Schulfest war das i-Tüpfelchen einer vorangegangenen Projekt- und Fahrtenwoche. „Einige Jahrgänge waren weg, in London, am Gardasee und andernorts, andere haben sich hier vor Ort einem Projekt gewidmet und Tagesausflüge gemacht“, erklärte Pädagogin Bärbel Tippe, die maßgeblich an der Planung des Megafest mitwirkte.

Alle Klassen waren voll in ihrem Element: hier wurde eine Beachbar eröffnet, dort Tanz und Akrobatik präsentiert, ein sportliches Mitmachangebot vom Indoor-Golf bis zum Kartoffellauf gezündet. „Kunst ist bunt“ war Titel einer Bilderschau, die Englandreisenden publizierten Video-Diaries, ja sogar Schul-Chamäleon Albert stand in einem Projekt im Rampenlicht. Die ASB-Hundestaffel zeigte ihre Arbeit mit ihren Vierbeinern auf dem Schulhof –und das, obwohl Petrus, weiß Gott warum, nicht in Feierlaune war und Dauerregen aussendete.

Die Vielfalt setzte sich im Speisenangebot fort. Hier spiegelte sich einmal mehr der internationale Charakter der Gesamtschule, denn das Angebot erstreckt sich von Fruchtspießen über Cocktails, Pizza, Crepes bis zu afghanischem Gebäck.

Singend, tanzend, kreativ feierten die Schüler den Tag und sich selbst. Sorgenfalten bedeckten indes die Stirn des Schulleiters. „Wir wollten mit dem Fest ein Zeichen setzen - das Ende der Renovierung“, die sich für manchen Schüler über die gesamte Ära seiner Karriere an der ASS erstreckte. Nun ist das Schulgebäude erneut eingerüstet. Manchem Lehrer trieb es die Tränen in die Augen, als Regenwasser sich seinen Weg in die nagelneuen Dachräume im Obergeschoss suchte. Ein weiteres Bauunternehmen macht sich daran, das leckende Dach zu sanieren - zum wiederholten Mal.

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