Wettbewerb für die Errichtung eines Kerbsymbols

Überm Pflaster liegt die Förderfähigkeit

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Bald ist der Jugendsportplatz fertig. Ende Mai könnte er eröffnet werden. Wunschtermin für die Feier wäre für Jugendpfleger Tom Hicking der 27. Juni.

Groß-Zimmern - Was lange währt. . . Ob der Jugend- und Sportplatz im Angelgarten tatsächlich gut ist, das werden die Jugendlichen testen. Nach langer Planung und Bauzeit können die Arbeiten demnächst abgeschlossen werden. Von Gudrun Fritsch 

Das teilte Jugendpfleger Tom Hicking im Sachstandsbericht zum Projekt „Soziale Stadt“ am Dienstag im Sozialausschuss den Kommunalpolitikern mit. „Der Förderantrag für 2015 wurde fristgerecht gestellt“, leitete Jugendpfleger Tom Hicking seinen detallierten Vortrag zum Projekt „Soziale Stadt“ ein. Ein leises Stöhnen war zu vernehmen, als er darauf hinwies, dass für Groß-Zimmern bereits 2016 das letzte Programmjahr anbreche, in dem auch letztmalig ein Antrag gestellt werden kann.

Bei einem Treffen mit der Hessischen Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (HEGISS) sei das Vorgehen im letzten Programmjahr besprochen worden. „Zum Abschluss werden die Standorte noch einmal ordentlich mit Mitteln ausgestattet“, betonte Hicking und wies auch auf die Änderung in Wiesbaden hin, wo nun das Umweltministerium unter Leitung von Priska Hinz zuständig ist. „Sollten Projekte dabei sein, die längere Dauer der Umsetzung benötigen, kann eine Verlängerung der Förderperiode gewährt werden“, erklärte der Jugendpfleger und Hegiss-Beauftragte der Gemeinde. Auch eine weitere Förderung durch das Programm „Soziale Stadt“ könnte für ein anderes Quartier in Groß-Zimmern beantragt werden. „Ich bin gerne bereit, derartige Bemühungen zu unterstützen, aber für weitere zehn Jahre werde ich nicht mehr zur Verfügung stehen“, betonte Hicking zufrieden, aber auch erleichtert.

Jugend- und Sportpark an der Angelgartenstraße

Der Jugendsportpark an der Angelgartenstraße soll bald fertig sein. Kommende Woche können wahrscheinlich erste Testfahrten der Jugendlichen stattfinden. In der Folge können die potenziellen Nutzer dann selber Hand anlegen. Seit Beginn der ersten Planungen ist sehr viel Zeit vergangen. „Die damaligen Ideengeber sind inzwischen zum Teil schon selber Eltern“, kommentierte Hicking das 270 000 Euro teure Unternehmen, das zu einem Drittel von der Gemeinde finanziert ist. Ein Wunschtermin für die Eröffnungsfeier wäre der 27. Juni, zusammen mit dem Konzert in der Kita (siehe Seite 2).

Spielplatz in der „Grünen Mitte“

Eine erste Entwurfsplanung für die Neugestaltung des Spielplatzes in der Grünen Mitte wurde im Rahmen des Bürgertisches bereits von Annette Wreesmann vorgestellt (wir haben berichtet) und weitere Anregungen mit eingearbeitet. Die Fachfrau erläuterte nun im Ausschuss die Planung für den barrierefreien und teils auch rollstuhlgerechten Spielplatz. Hicking kündigte an, er wolle sich um eine Sonderförderung für die Einbeziehung entsprechender Spielgeräte kümmern.

Sanierung des Rathausplatzes

Über die angestrebte Umgestaltung der Ortsmitte habe er mit Sebastian Hotz „ein persönliches Gespräch im Umweltministerium“ gehabt, berichtete Hicking mit augenzwinkerndem Verweis auf seinen „direkten Draht“ nach Wiesbaden. Aus Sicht der Förderrichtlinien könne die geplante Sanierung nicht komplett unterstützt werden. Tiefbauarbeiten wären nämlich nicht förderfähig, folglich sei die Entwässerung des Platzes Aufgabe der Gemeinde. Der Rathausparkplatz könne auch nachrangig beantragt werden. Insgesamt sollte die inhaltliche Nutzung im Vordergrund stehen, was man im nachgebesserten Antrag auch hervorgehoben habe. Der bisherige Rote Platz und der Parkplatz werden im Zusammenhang gesehen und als Kultur- und Verweilplätze eine Ortsmitte bilden. Das Umweltministerium lege zudem großen Wert auf eine Entsiegelung von Teilflächen. „Das habe ich in Zusammenarbeit mit Bauamtsleiter Klaus Keller beim geänderten Antrag berücksichtigt. Vielleicht ändert sich dadurch ja auch die Farbe und in der Folge der Name für diese Kulturverkehrsfläche mit Parkmöglichkeit“, so Hicking. Ein Planungswettbewerb soll nun darüber entscheiden, wie dies geschehen soll. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Marianne Streicher-Eickhoff, schlug vor, einen Realisierungswettbewerb anzubieten, denn dann könnten die Preisgelder auch gleich für die Architektenleistungen angerechnet werden. Diese Anregung nahmen die Ausschussmitglieder gerne an. Ein Wettbewerb wäre zu 50 Prozent förderfähig, betonte Hicking. Die Kosten können allerdings erst nach der Entscheidung für ein konkretes Konzept ermittelt werden. Für 2015 sind Fördergelder in Höhe von 250 000 Euro beantragt, um den Wettbewerb durchführen und Planungsaufträge sowie erste Bautätigkeiten vergeben zu können. Umgesetzt werden soll die Neugestaltung dann 2016 und 2017. Nach den Gesprächen mit dem Ministerium konnte die Sanierung der Plätze beantragt werden und laut Hicking bestehen gute Aussichten auf Förderung.

Kerbsymbol für den Rathausplatz

Bürgermeister Achim Grimm teilte mit, dass der Kerbverein beantragt habe, auf dem neuen Rathausplatz ein Kerbsymbol zu installieren – ähnlich wie der Fastnachtsbrunnen in Dieburg. Um zu entscheiden, was das sein könnte, soll ein Ideenwettbewerb durchgeführt, eine Jury ins Leben gerufen und eventuell auch ein Förderkreis gegründet werden.

Schulhofgestaltung an der Friedensschule

Noch in diesem Jahr soll das Betreuungshaus an der Friedensschule fertiggestellt werden. Bevor es soweit ist, wäre eine Umgestaltung der Schulhoffläche nicht sinnvoll. Eine Bürgerbeteiligung in Form von Workshops hat bereits in breitem Umfang stattgefunden. Kinder, Eltern und Lehrer haben ein Konzept entwickelt, das durch die Planerin des Landkreises, zu einer Entwurfsplanung gebracht wird. Die Kosten des Gesamtprojektes wurden auf maximal 300 000 Euro festgesetzt. Der Landkreis wird sich am Projekt mit einem Drittel beteiligen. Der Schulhof soll dann auch für öffentliche Projekte nutzbar sein. Die Umsetzung soll in den Jahren 2015 bis 18 stattfinden.

Nachhaltigkeitskonzept für „Soziale Stadt“

Mit dem letzten Antrag muss im Projekt „Soziale Stadt“ ein Nachhaltigkeitskonzept eingereicht werden, das die Frage klärt, wie Groß-Zimmern die positiven Wirkungen fortführen will. Hicking wird Anregungen in anderen Kommunen suchen und das Papier mit dem Verein „be(i)ebt Groß-Zimmern“ erarbeiten. Es muss dem Ministerium bis Ende März 2016 vorliegen. „Es macht Spaß und die Bürger mischen sich intensiv ein“, lobte Hicking abschließend die Erfolge.

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