Schwarzarbeiter und Rollmopsmaffia bei den Senioren der CDU

Urlaub auf dem Bauernhof in der Bütt

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Willibald Herlt kam zu den Gästen der Senioren und Freunde der CDU als Schwarzarbeiter.

Groß-Zimmern - Viel zu lachen hatten die Senioren und Freunde der CDU bei ihrem Kräppelnachmittag. Am Donnerstagnachmittag trafen sie sich bester Stimmung bei Mehmet. Den Reigen der Büttenreden eröffnete Bürgermeister Achim Grimm, dessen Rede gut geeignet war für den Start. Von Ulrike Bernauer 

Er begrüßte das närrische Volk, darunter die „Hefekuchen-Tortenesser, die Rollmopsmafia, Handkäsfresser, die Obstlerschlürfer, Weizenbiertrinker, die Schorlepezzer und Rotweinfreunde.“ Offensichtlich hatte Grimm alle Anwesenden mit eingeschlossen, er musste keine Beschwerden verbuchen. Elfriede Hix erzählte von ihrem Besuch auf dem Bauernhof. Weil sie sich mit ihrem Mann nicht einigen konnte, fuhr man nach Nieder-Klingen auf den Bauernhof und hatte dort nicht nur den Misthaufen direkt vor dem Fenster, sondern erlebte auch sonst das eine oder andere Kuriose. So wunderte sich das Paar über zwei Säue, die mit Beinprothesen im Stall standen. Angesprochen darauf, erwiderte der Bauer, „ich ess gerne Haspel und auch mei Frau, aber wegen zwei Haspel schlacht ich doch nicht eine ganze Sau.“

Anton Jenny hingegen hatte einen merkwürdigen Brief vom Bundesamt für bevölkerungspolitische Fürsorge erhalten. Darin wurde er aufgrund von Männerknappheit verpflichtet, sich männerloser Frauen und Mädchen anzunehmen, damit die Geburtenzahlen gesichert werden können. Im Bezirk Innenstadt habe er sich um 87 alleinstehende Frauen, 30 Witwen und 76 jüngere Mädchen zu kümmern. Sein Lohn: eine steuerfreie Prämie von 1 000 Euro monatlich und eine wöchentliche Zuteilung von einem Paket „Okasa-Atom“ und 90 Stück Frischeier. Sollte seine Frau sich ob dieser Aufgabe beschweren, so sei das gegenstandslos. „Jede Frau muss diese zusätzliche Leistung ihres Mannes im Interesse der Allgemeinheit tragen.“

Besuch auf einer Schönheitsfarm

Gertrud Lamp beklagte das Älterwerden und hatte sich als Gegenmaßnahme einen Besuch auf einer Schönheitsfarm ausgesucht. Die Pracht hielt allerdings nicht lang, als sie aus dem Bus stieg, ging ein Platzregen über Zimmern nieder und wusch die rosalila Haare und auch den perlmuttverschleierten Blick wieder frei. Willibald Herlt sang das hohe Lied der Schwarzarbeiter. „Ich schaff auf dem Bauhof bei der Stadt und weil man da so viel Freizeit hat, wollte ich, da wo die Not am Größten, ein bisschen die Ärmsten unterstützen.“ Schnell merkt „Blacky“ dass sich das Taschengeld so doch leicht ausbessern lässt. Ärger mit den Auftraggebern gibt es für ihn auch nicht, „wer später etwas reklamiert, der wird von mir einfach ignoriert.“ Willi Steinbeck hatte vor den närrischen Reden einen Rückblick auf ein Jahr Bestehen der Organisation gehalten. 61 Mitglieder habe man zurzeit und auch schon etliche Aktivitäten hinter sich gebracht. Dazu gehörten unter anderem eine Fahrt zum Planetarium nach Mannheim, eine Stadtrundfahrt in Frankfurt, ein Besuch der Burgfestspiele in Bad Vilbel und des Hessenparks. Für Ausflüge und Zusammenkünfte habe man eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen, da man nicht unter dem Dachverband der CDU versichert sei.

Auch für das kommende Jahr habe man wieder etliche attraktive Fahrten und Veranstaltungen geplant. Los geht es am Donnerstag, 19. März, mit einer erneuten Fahrt nach Frankfurt, wo die Kleinmarkthalle, aber auch die Handwerkskammer besichtigt werden. Ein Höhepunkt sei mit Sicherheit im Juni eine Fahrt nach Berlin mit vielen Besichtigungen, aber auch einem Besuch des Bundestages.

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