Ortsbeirat unterwegs auf den Straßen

Verkehrsfragen und Beetpaten

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Sinnvoll und passend zum Ortsbild sind die Straßenpfosten (rechts) in der Markstraße.

Klein-Zimmern - Heiß war es am Mittwochabend in Klein-Zimmern. Auch das war wohl ein Grund, weshalb Ortsvorsteher Markus Geßner zu Beginn der Ortsbeiratssitzung entschied, nicht gleich in den Gastraum im Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses zu gehen, sondern den Antrag der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Verkehrssituation als Ortstermin zu behandeln. Von Gudrun Fritsch 

Zunächst gingen die Kommunalpolitiker also zum Dalles. Die schlechte Einsehbarkeit des Verkehrs am Geißberg werde besonders von regelmäßigen Besuchern des Friedhofs kritisiert. Deshalb sollte an der kurvigen L 3115 eine Querungshilfe geschaffen werden, so der Antrag. Dieser Forderung könne er leider nicht nachkommen, weil es sich um eine Landesstraße handelt, für die Hessen-mobil zuständig ist, erklärte Bürgermeister Achim Grimm. Aber er wolle sich bei der Behörde für eine Besserung einsetzen. Weiter ging es in der Markstraße. In den vergangenen Jahren sei das Parken auf dem Gehweg vor den Häusern an der Ecke zum Baugebiet in der Pfütze toleriert worden. Jetzt werde es als Verstoß geahndet. Auch hier musste Grimm seinen Parteikollegen eine Absage erteilen und wies auf die Gesetzeslage hin. Die Ortsdurchfahrt sei insgesamt sehr eng, das Parken behindere besonders die Fußgänger.

Ebenso erging es dem dritten Antragsteil, bei dem es um die Pfosten am Rand der Markstraße ging. Hier hätte man lieber flexible Pfosten, die bei der Berührung mit Autos weniger Schaden anrichten. Die Vorhandenen könnte man zur Abgrenzung des Parkplatzes vor dem Mehrzweckgebäude nutzen. Auf diese Pfosten könne man stolz sein, denn „die passen hier viel besser her als die häßlichen rot-weißen Dinger“, so Grimm. Zudem seien sie sehr zweckdienlich. Dem Antrag der Klein-Zimmerner unabhängigen Liste (KuL), eine Erhöhung des Deckungsgrades beim Etat der Feuerwehren zu prüfen und eventuell eine Anpassung der Fahrzeug- und Personalgebühren (Neukalkulation) vornehmen zu lassen, wurde nach langer und teilweise irreführender Diskussion einstimmig befürwortet. „Nach aktueller Gebührenkalkulation decken die Nutzungsgebühren in den Feuerwehren 5,68 Prozent der Kosten. Die Feuerwehren können nicht aus der Konsolidierung des Haushaltes ausgenommen werden. Dies ist auch nachvollziehbar, denn Groß-Zimmern befindet sich im defizitären Haushalt und ist verpflichtet, die Einnahmen und Ausgabensituation zu verbessern“, argumentierte Reiner Raab (KuL).

Weniger Erfolg hatte Raabs Antrag, Patenschaften zur Pflege kommunaler Freiflächen zu vergeben. „Das gibt’s schon länger, nur wird es wenig nachgefragt“, sagte Grimm und wies auf die aktion für Beetpatenschaften hin, die vom Verein „bel(i)ebt Groß-Zimmern“ und der Zimmern-glänzt-Koordinatorin Astrid Geiß unterstützt werden. Interessenten können sich unter Tel.: 970266 melden.

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