Viktoria Klein-Zimmern eröffnet Fastnachtsreigen

Je bunter, desto besser

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Auch als Fußballerinnen gaben die Crazy Chipettes eine gute Figur.

Klein-Zimmern - Flower-Power beim SV Viktoria eröffnet den närrischen Fastnachtsreigen 2015 in Zimmern. Von Ulrike Bernauer

Mit einem Knaller begann der Kappenabend der Viktoria. Die Crazy Chipettes eröffneten den bunten Abend, der unter dem Motto Flower-Power der 60er Jahre stand. Bunt erschienen die Tanz-Mädels zwar auf der Bühne, allerdings stammten ihre Kostüme eher aus der Südsee, in Hawai-Flatterröckchen waren die Tänzerinnen gekleidet. Ihre Hüften konnten sie ordentlich schwingen und erhielten am Ende der Vorstellung auch einen kräftigen Applaus.

Die 60er Jahre erkannte man dann erstklassig am Moderatorenpaar Martina Wieche und Waldemar Orth. Die beiden hatten ihr Kostüm nach dem Motto „je bunter, desto besser“ ausgesucht und es stimmte alles, von der Haarspitze der Perücke bis zu Martinas Stiefeln, die in fast allen Farben des Regenbogens leuchteten.

Gangsterbraut erzählt von ihrer Familie

Erste Büttenrednerin war Anja Africh, den Klein-Zimmernern bestens bekannt von der Kerb, wo sie meistens die Rede schreibt. Die „Gangsterbraut“ erzählte von ihrer Familie, die nach dem Motto lebt „was nicht gemopst wird, wird geklaut.“ Das beginnt bei der Oma, die der schlafenden Witwe Meyer im Kino das Gebiss aus dem Mund gestohlen hat. Und es hört noch lange nicht beim Vater auf, der als Geldscheinfälscher seine Tochter mit einem 80-Euro-Schein verwirrt. Heiraten will die Gangsterbraut nun, doch die Klein-Zimmerner sollten sich überlegen, ob sie die Einladung annehmen. „Geschenke braucht ihr nicht zu kaufen, denn wenn ihr heimgeht von der Braut, hat die euch schon längst beklaut.“

Martina Wieche begnügte sich nicht mit der Moderation, zusammen mit Sabine Hövelmann stieg sie auch in die Bütt. Ein breites Themenspektrum streiften die beiden Damen: die Erfindung des Klodeckels, den geregelten Alkoholkonsum und Viagra durfte auch nicht fehlen. Von einer traurigen Geschichte erzählten sie auch, so wurde ein Groß-Zimmerner von Außerirdischen entführt. Als die Entführer wissen wollten, wie es im Hirn eines Groß-Zimmerners aussieht, fanden sie erstaunliches: „do wor grad von links nooch rechts en Droht gesponnt.“ Als der durchgeschnitten wurde, „do sinn ehm die Ohrn abgefalle.“

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