Vorbereitung auf Erstkommunion

„Wer teilt, gewinnt“

Zehn Mädchen und 16 Jungen gestalteten ihre Kommunion unter dem Motto „Fünf Brote und zwei Fische“. - Foto: Bernauer

Groß-Zimmern - Seit den Herbstferien bereiteten sich 33 Kinder in der katholischen Gemeinde auf ihre Erstkommunion vor, 19 Jungen und 14 Mädchen, bis auf eine Ausnahme Drittklässler. Von Gudrun Fritsch 

Die Gläubigen aus Groß- und Klein-Zimmern bilden seit einiger Zeit eine Gemeinde. Wahlweise kann man neben der St. Bartholomäuskirche in Groß-Zimmern auch in der Klein-Zimmerner Kirche feiern. Zur Kommunion im kleinen Kreis entscheiden sich neben denjenigen, die im Ortsteil wohnen, alljährlich auch einige Groß-Zimmener. In diesem Jahr waren fünf Kinder aus Klein-Zimmern, zwei kamen hinzu. Diese vier Mädchen und drei Jungen feierten bereits am Samstagnachmittag ihre Heilige Kommunion.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr für alle: Erstmals durften die Kinder bereits an Gründonnerstag, dem Stiftungstag der Eucharistiefeier, am Abendmahl teilnehmen. „An diesem Tag ist es ist nicht so hektisch wie am Weißen Sonntag, der deshalb auch die Äußere Feier genannt wird“, berichtete Gemeindereferentin Jutta Moka, die für die Kinder zuständig ist.

Zusammen mit den Katecheten hat sie gemeinschaftliche Erlebnisse für die Kinder organisiert. Dazu zählen die Osterkerze oder das Palmstöcke basteln. Ein Höhepunkt für alle war die Fahrt zum Dom in Mainz mit Führung. Sie könne bei den heutigen Kindern keine direkte Beeinflussung durch moderne Medien erkennen.

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Aber man könne feststellen, dass immer mehr Kinder die Kirchengemeinde zuvor noch noch nicht erlebt hätten. „Man merkt bei der Kniebeuge oder dem Kreuzzeichen, dass es für einige die ersten Berührungen sind“, so Moka, die bedauert, dass die Bedeutung der Religion in der Gesellschaft geringer ist als früher. Die Gemeinschaft steht im Mittelpunkt. Das drückt auch das Motto „Wer teilt, gewinnt“ aus, das den Kindern nahe legt, wie wichtig es ist zu teilen und an andere Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht. Für die Kommunion bietet die Kirche leihweise Gewänder an, die gereinigt, gepflegt und bei Bedarf geändert werden. Etwa ein Drittel der Kinder machte diesmal davon Gebrauch, alle anderen trugen eigene Kleidung. „Eine gute Mischung“, findet Moka.

2015 seien keine Kinder aus Flüchtlingsfamilien dabei gewesen, sagt sie auf Nachfrage. Aber in Zukunft rechne man mit einigen, da unter den Flüchtlingen auch viele katholische Christen sind. Die Vorbereitung habe viele Kinder so berührt, dass sie nun dienen möchten. Viele haben sich angemeldet, um Messdiener zu werden, gehen zu den Pfadfindern oder machen bei der KjG mit.

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