Der etwas andere Feldkreuzgottesdienst

Vorsichtig fahren, auch mit Segen

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Klein-Zimmern - Wegen des schlechten Wetters fand der Gottesdienst am Pfingstmontag nicht am geplanten Ort statt. Von Ulrike Bernauer 

Auch die Uhrzeit war nicht die übliche, da Karl Kardinal Lehmann sich an diesem Tag aus seinen Ämtern verabschiedete und Dekan Christian Rauch zu den Gästen zählte, fand der Gottesdienst am Feldkreuz nicht am Vormittag, sondern erst um 19 Uhr statt. Weil es so kalt war, entschloss man sich dann kurzfristig, den Gottesdienst in der katholischen Kirche in Klein-Zimmern abzuhalten. Wie geplant begleitete jedoch die Band „Crescendo“ die Pfingstandacht.

Die Segnung der Fahrzeuge gehört zum Gottesdienst am Feldkreuz inzwischen selbstverständlich dazu. Da diese nun nicht wie in früheren Jahren auf dem Parkplatz am Anglerheim standen, sprach Pfarrer Rauch seinen Segen über die zwei- und vierrädrigen Fortbewegungsmittel schon in der Kirche aus. Wer wolle, könne sein Auto allerdings auch noch bei ihm vorfahren, damit er es ganz explizit segnen könne.

Der Pfarrer war nicht wenig erstaunt, wie viele Menschen darauf Wert legten. Die ersten waren die Messdiener, die ihn allerdings zu ihren Fahrrädern führten. Rauch ging großzügig mit dem Weihwasser um, nicht nur die Drahtesel bekamen einige Tropfen ab, sondern auch die Ministranten. Bei einem Fahrzeuginhaber zeigte sich der Pfarrer ebenfalls verblüfft, „Sie kommen jedes Jahr mit einem anderen Auto.“ Das Fahrzeug der Schwestern segnete Rauch auch ohne Aufforderung. „Bei so vielen Beulen besteht hier wohl besonderer Bedarf.“ Dann bewegte sich ein regelrechter Autocorso an dem Pfarrer vorbei. Offensichtlich war es vielen Gläubigen wichtig, dass ihr Fahrzeug gesegnet wurde. Der Pfarrer hatte aber auch noch einen Rat zu geben: „Fahren Sie auf jeden Fall vorsichtig!“

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