Töpferwerkstatt im Jugendzentrum ist sehr gefragt

Weihnachtsdeko statt Osterbasteln

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In der Töpferwerkstatt des Jugendzentrums geht es hoch her: Zehn Kinder kneten und modellieren begeistert – in weiser Voraussicht auch Weihnachtsschmuck.

Groß-Zimmern - In diesem Jahr bleibt die Osterwerkstatt im Jugendzentrum geschlossen. „Zu wenige Anmeldungen“, brachte es Juz-Mitarbeiterin Roswitha Göbel Anfang dieser Woche auf den Punkt. Dies bedeutet jedoch lange nicht, dass Zimmerns Kinder keine Lust am kreativen Gestalten verspüren. Von Ursula Friedrich 

Die Töpferwerkstatt wurde förmlich überrannt. Hier wurde am Dienstag geknetet, geformt und modelliert, was das Zeug hielt. Zehn Kinder drängten sich um die Werkflächen und brachten plumpe Tonklötze in zum Teil filigrane Form. Gefäße, Dekoartikel, winzige Figürchen entstanden unter kleinen Händen – sechs der Nachwuchstöpfer schöpften aus dem Erfahrungsschatz vergangener Kurse. Zweimal im Jahr öffnet Göbel den Werkraum für ihre Töpferkurse. Ein stark gefragtes Angebot. „Diesmal hatte ich sogar eine Warteliste. Vier Kinder konnte ich nicht mehr aufnehmen“, bedauerte sie.

Angesichts dieses Ansturms auf die Juz-Töpferei wurde von manchem Kind vorgearbeitet. Eine ganze Kollektion von Weihnachtssternen entstand, die mit der entsprechend bunten Glasur den Weihnachtsbaum stimmungsvoll dekorieren sollen. Nicholas (10) gestaltete für diese heimeligen Stunden vorm Baum noch den passenden Teelichtständer. Seine lächelnden Herzen werden bei beiden großen Christenfestes zum Einsatz kommen. Mit einen winzigen Osterhäschen gelang Nachwuchstöpfer Jordi doch noch der Brückenschlag zum anstehenden Osterfest. „Das Formen und Anmalen ist für uns am schönsten“, erklärte Sarah, die auch Freundin Emiliy für das Töpferhandwerk begeistern konnte. „Phantastisch, wie konzentriert die Kinder arbeiten“, freute sich Göbel. „Selbst quirlige Zeitgenossen spannen hier aus.“

Eine schöne Erfahrung für die Leiterin der Juz-Töpferei - auch, wenn die Osterwerkstatt diesmal verwaist bleibt.

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