Lea Wreesmann unterstützt Hilfsprojekte in der Ferne

Weltwärts nach Südafrika

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Lea Wreesmann fliegt nach Südafrika und wird sich für Bedürftige einsetzen.

Klein-Zimmern - In die Ferne schweifen, anderen helfen. Die eigene Persönlichkeit entdecken. Viele Abiturienten zieht es nach dem Abschluss ins Ausland. So auch Lea Wreesmann. Die 18-Jährige hat seit kurzem ihr Zeugnis der Edith-Stein-Schule in Darmstadt in der Tasche. Von Eva-Maria Lill

Am 22. August fliegt sie für ein Jahr nach Südafrika, um Bedürftige vor Ort zu unterstützen. Sie meldete sich online bei der Organisation ICJA, wurde im November zu einem Bewerbungswochenende eingeladen und ausgewählt. Das Programm nennt sich „weltwärts“ und wird kräftig vom Land gefördert. Drei Zielorte durfte Lea nach der Bewerbung auf die Wunschliste schreiben, ihre Erstwahl: Südafrika. „Ich habe eine Großtante, die dort Nonne in einem Missionskloster ist. Mein Vater hat sie bereits besucht und mir Fotos gezeigt.“ Lea hat Glück: Sie darf im August nach Kapstadt fliegen. In welchem Projekt sie genau eingesetzt wird, weiß sie noch nicht. Am liebsten würde sie Kindern helfen, Auch in ihrem Heimatort Groß-Zimmern engagierte sie sich bei der Hausaufgabenbetreuung und bei Ministranten-Freizeiten. „Ich plane seit Jahren, einen Jugendfreiwilligendienst in einem Entwicklungsland zu machen“, verrät Lea. „Mir ist es wichtig, nicht als Tourist zu reisen, sondern wirklich vor Ort aktiv zu werden und die völlig anderen Lebensumstände kennenzulernen.“ Sie wird so das erste Mal für längere Zeit allein außerhalb von Deutschland unterwegs sein. „Natürlich habe ich ‘ne Menge Angst“, sagt die Abiturientin und lacht. Auch Familie und Freunde sehen ihre Entscheidung mit flauem Magen: „Alle sind traurig, dass ich zwölf Monate weg sein werde. Aber sie unterstützen mich, weil es genau das ist, was ich machen möchte.“

Und danach? Wenn Lea zurück ist, will sie an der Universität Mainz Psychologie studieren. Anderen helfen, das liegt ihr im Blut: „Aber jetzt erstmal ein bisschen Abenteuer in Südafrika erleben.“ Etwa die Hälfte der Kosten für „weltwärts“ übernimmt der Staat. Den Rest muss Lea aus eigener Tasche bezahlen: rund 2 500 Euro. Sie sucht noch Sponsoren, die sie unterstützen. „Das muss nicht viel sein. Als Gegenleistung werde ich einen online Blog einrichten, auf dem ich Fotos und Reiseberichte veröffentliche.“ Wer Lea helfen möchte und Infos braucht, meldet sich unter lea.w5@web.de.

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