Kinder lernen Arbeitsfelder kennen und lauschen Geschichten

Wenn Omas Lesesessel im Bauhof steht

+
Vor dem Bauhof dürfen die jungen Teilnehmer erst mal zupacken und Blumenzwiebeln pflanzen.

Groß-Zimmern - Immer wieder andere Leseorte suchen sich Ira Drewitz und Karin Göttmann für „Omas Lesesessel“ aus. Gelesen wurde schon auf Bauerhöfen, in örtlichen Geschäften oder in der Kläranlage. Am Freitag stand der große Lesesessel im Zimmerner Bauhof. Von Ulrike Bernauer 

Beteiligt war an der Aktion neben den beiden Frauen von Omas Lesesessel auch die Kinder- und Jugendförderung und Jugendpfleger Tom Hicking erklärt den Kindern erst einmal, was ein Bauhof überhaupt ist und welche Aufgaben die Mitarbeiter für die Gemeinde erledigen. „Die Arbeiter verlegen Pflaster, reparieren vieles im Ort, helfen bei Veranstaltungen und sie kümmern sich um die Grünflächen“, so Hicking. Letzteres bot sich an, um die Kinder auch einmal selbst aktiv werden zu lassen, damit sie hautnah eine Vorstellung von der Arbeit der Bauhofbediensteten bekommen konnten.

Spaten und Gießkannen standen bereit und Hicking hatte Narzissen Zwiebeln mitgebracht. Die vergruben Kinder und Eltern gemeinsam in einem Beet vor dem Bauhof, in der Hoffnung, dass sie in diesem Jahr noch zur Blüte kommen werden. Danach ging es in den Pausenraum der Arbeiter, wo Drewitz und Göttmann im Lesesessel Platz nahmen und aus dem Buch „Zottelkralle“ von Cornelia Funke vorlasen. Glücklicherweise war die Erde, in der die Kinder die Zwiebeln vergraben hatten, nicht so schneckendurchsetzt wie die Geschichte,in Zottelkralle gerne Regenwürmer frisst, am liebsten gewürzt mit grünem Schneckenschleim. Die Kinder hörten mit großen Augen zu, wie sich Kalli fühlt, als er neben dem roten, struppigen Monster mit großen Zähnen aufwacht. „Eigentlich wollte ich ja einen Hund, jetzt habe ich ein Monster“, ergibt sich Kalli in sein Schicksal.

Spannend wie die Geschichte war dann auch noch eine Führung durch die Werkstätten des Bauhofs. Hicking zeigte Kindern und Erwachsenen den Gärtnerbereich, in dem hauptsächlich Geräte aufbewahrt werden.

In der Schreinerei, in der auch für Einrichtungen der Gemeinde wie beispielsweise Kindergärten und Spielplätze Stücke angefertigt werden, sahen die Besucher ein Dach für ein Spielgerät, das für den Spielplatz am Klein-Zimmerner Friedhof bestimmt ist. Großes Interesse fand die neue Kehrmaschine, aber auch die Alte betrachteten die Kinder fasziniert.

Kommentare