Praxisorientierter Sprachunterricht mit Schauspielern

White Horse mit „Promised Land“

+
Das White-Horse-Theater unterhielt rund 640 ASS-Schüler mit kurzweiligen Theaterstücken.

Gross-Zimmern - Praktisches Lernen ist meist effektiver, als nur theoretisches Büffeln. Ein Theaterbesuch zur Vermittlung einer Fremdsprache steht in Punkto Beliebtheit freilich ganz oben auf der Skala der Schüler. Von Ursula Friedrich 

640 Kinder und Jugendliche der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) verinnerlichten die englische Sprache am Dienstag Vormittag ganz selbstverständlich. In der Sporthalle der Gesamtschule gastierte das White Horse Theater, das mit kurzweiliger Komödie bereits die Jüngsten mitnahm. Schüler verschiedener Schulzweige sowie der Integrationsklassen Deutsch als Zweitsprache (IDAZ) ließen sich auf einen turbulenten Ausflug in den Alltag zweier Scheidungskinder entführen.

Dass Luc und Megan das jeweils andere Geschlecht, irgendwo zwischen „stupid“ und „idiot“ ansiedelten und das Techtelmechtel beider geschiedenen Elternteile mit fiesen Tricks und fintenreichen Showeinlagen zu verhindern suchten, mündete freilich zu guter Letzt ins Gegenteil. Die in Liebe entbrannten alleinerziehenden Eltern werden ein Paar – die Jugendlichen dicke Freunde. Manch mutiger Schüler nutzte im Anschluss an das Theaterstück die Chance, mit den Akteuren ein paar Worte zu wechseln, auf Englisch freilich. Denn auf die Frage: „Do you speak German?“ antworteten die vier Briten im Chor: „Nein!“. Jacquetta Löbig, Fachbereichsleiterin Englisch an der ASS, war vom Theaterstück ebenso begeistert, wie Kollegen und Jugend.

Englisch lernen leicht gemacht: Wenn die Schüler lachen, haben sie wohl auch verstanden.

Das White-Horse-Theater war bereits zum zweiten Mal zu Besuch. Für die älteren Schüler der achten bis zehnten Klassen brachte das Ensemble ein anspruchsvolleres Werk auf die Bühne. Passend zur derzeitigen Thematik „Promised Land“, das Schicksal eines Flüchtlingskinds. Praxisorientierter Sprachunterricht liegt Löbig und ihren Kollegen besonders am Herzen, wenngleich Theaterbesuche ein Highlight im Schuljahr sind. Doch Präsentationen, das Lesen englischsprachiger Literatur, oder auch nur das gemeinsame Filme gucken unterstützen diese Intention. Und dass seit zwei Jahren sogar Spanisch als zweite Fremdsprache angeboten wird, ist eine Offensive, die bei den Schülern großen Anklang findet.

Folglich wurde das Studienfahrtangebot von Paris und London bis Barcelona erweitert. „Besonders unseren zehntklässlern würde ich gerne noch mehr Input durch native Speakers mitgeben, aber das ist noch Zukunftsmusik“, so Löbig,

Kommentare