Landeskunde mit russischen Pfannkuchen

Europäisch frühstücken

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Fleißig basteln die Kinder bei den Ferienspielen Medaillen. Schließlich werden sie am Freitag eine Olympiade abhalten.

Groß-Zimmern - Europa steht auf dem Programm der Winterferienspiele 2015. Über Irland, Russland, die Niederlande, Finnland und Griechenland erhalten die Ferienspielkinder im Kinder- und Jugendzentrum (JUZ) von Montag bis Freitag zahlreiche Informationen. Von Ulrike Bernauer 

Und damit sich die Sechs- bis 13-Jährigen auch etwas von den Ländern merken, wird als morgendlicher Auftakt zunächst einmal nach Landessitte gefrühstückt. Bekanntlich geht Liebe ja durch den Magen und vielleicht gilt das ja auch für das Erinnerungsvermögen.

Am Dienstag wurden die Kinder also mit russischen Eierpfannkuchen begrüßt. „Die sind so schön fluffig“, sagte Betreuer Christo Göbel (16). Wie die Oliebollen (Ölkugeln, am Mittwoch waren die Niederlande dran) hergestellt werden, wusste Betreuerin Annika Wiedenmann (20) am Dienstagnachmittag noch nicht, dennoch war sie sehr zuversichtlich, dass die Oliebollen am nächsten Morgen schmecken würden.

Landestypische Spezialitäten

Die Kinder, die schon zur Frühbetreuung kommen, bereiten zusammen mit den Betreuern die landestypischen Spezialitäten zu. Wenn die Ferienspiele dann um 10 Uhr offiziell beginnen, sind die Köstlichkeiten schon fertig. Pascal (12) findet das Thema Europa spannend, „weil das der Kontinent ist, auf dem ich lebe.“ Deshalb hat er sich auch etliche Informationen über Irland gemerkt, das am ersten Tag der Ferienspiele behandelt wurde. „Da bezahlen sie im Nordteil mit dem englischen Pfund, weil Nordirland zu Groß-Britannien gehört, und im Süden haben sie den Euro“, berichtet Pascal. Das mit dem Euro findet er praktisch, denn „da muss man vor der Urlaubsreise kein Geld umtauschen, so wie es in der Schweiz nötig ist, die ich erst vor kurzem besucht habe.“

Nelly (8) zeigt stolz die Medaille, die sie aus einem Bierdeckel und viel Farbe angefertigt hat. Ähnliche Trophäen haben alle Kinder gemalt und gebastelt, schließlich soll am Freitagnachmittag eine Olympiade abgehalten werden und da sollen schließlich auch Medaillen verteilt werden. Dass die Wettkämpfer sie vorher selber angefertigt haben, ist wohl eine Zimmerner Spezialität.

Griechenland, Ursprung der Olympischen Spiele

In den edlen Wettstreit treten die Kinder am letzten Tag, weil dann Griechenland an der Reihe ist. Und das ist ja das Ursprungsland der Olympischen Spiele. Morgens wird es dann Dakos geben, eine Spezialität aus Kreta mit Tomaten, Kräutern und Feta. Da läuft Allesia (6) schon vor lauter Vorfreude das Wasser im Mund zusammen. Neben viel Bewegung, meist gehen alle zusammen nachmittags zum toben in die Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule, wird auch in diesen Ferienspielen viel gebastelt. Zum Thema Russland bieten sich natürlich die Matroschkas, die Puppe in der Puppe, an. Eine toilettenpapierrolle und ein Stück Papier, auf dem die Puppe aufgemalt ist, reicht - fertig ist die Matroschka. Nur für die kleineren Puppen in der Puppe müssen die Betreuer noch eine Lösung finden.

Ann-Cathrin (9) machen die Ferienspiele auf jeden Fall Spaß, sie war in der schulfreien Zeit schon öfter im Juz. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist im Moment das Bändchenknüpfen, wenn nicht gerade etwas anderes auf dem Programm steht.

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