Groß-Zimmerner Fußballverein sucht händeringend nach Trainern

Wird der FSV Opfer seines Erfolgs?

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Eindringlicher Appell: Jugendleiter Sascha Rigatelli sucht händeringend Trainer und Betreuer für den prosperierenden Nachwuchs-Fußball beim FSV Groß-Zimmern.

Groß-Zimmern - Im Grunde genommen ist es die beste Nachricht, die ein Verein überhaupt verbreiten kann: Das eigene Angebot ist gerade bei Kindern und Jugendlichen so gefragt, dass der Ansturm groß und die Zahl des Nachwuchses steigend ist. Von Jens Dörr 

So geht es auch dem Fußball-Sportverein (FSV) Groß-Zimmern, was aber auch einige Probleme mit sich bringt. 180 Jugendliche kicken derzeit am Sepp-Herberger-Weg, der FSV hat seit einiger Zeit also spürbar regen Zulauf an Nachwuchsspielern. Die Zahl der Trainer und Betreuer hielt zuletzt allerdings nicht Schritt, so dass Jugendleiter Sascha Rigatelli nun eindringlich appelliert: Es braucht gerade in den jüngeren Altersklassen dringend neue helfende Hände, um die Jugendförderung beim FSV aufrecht zu erhalten. „Der Knackpunkt ist: Wir haben so viele Kinder – doch zu wenige, die was für sie machen“, sagt er. Die 180 Jugendliche teilen sich derzeit auf alle Altersklassen mit Ausnahme der A-Junioren auf, wo der FSV in dieser Saison kein Team stellen kann. „Wir haben neun Jugendmannschaften. Sechs davon spielen bei den jüngeren Jahrgängen noch auf Kleinfeld“, berichtet er. Die Groß-Zimmerner haben derzeit ein G-Junioren-Team, zwei F-Junioren-Teams und sogar drei E-Junioren-Mannschaften. Gerade hier drücke der Schuh, fehlten Trainer und Betreuer, sagt Rigatelli. Jeder Jahrgang sei im Schnitt mit fast 20 Kindern vertreten.

Was prinzipiell sehr erfreulich sei, stelle den FSV mangels Personal vor das Problem, bald womöglich nicht mehr alle fußballbegeisterten Kinder Groß-Zimmerns bei sich aufnehmen und betreuen zu können. Dabei stehen hinter jedem jungen Spieler Eltern, ältere Geschwister und andere Angehörige. „Einige sehen den Fußballverein aber auch als billige Aufsicht“, hat der Jugendleiter, der das Amt vom neuen Erstmannschaftstrainer Johnny Conner übernommen hatte, festgestellt. Ein gewisser Stamm an Kräften sei zwar da, „die machen das auch gut und sind zuverlässig“. Doch es könnten nicht nur mehr sein, es müssten einfach auch mehr sein, um den Trainings- und Spielbetrieb langfristig am Laufen zu halten.

Für jene, die sich vorstellen könnten, beim FSV Groß-Zimmern ein Team zu trainieren, als Co-Trainer oder eine Art Teammanager zu fungieren oder einfach nur hin und wieder den Kleinbus (FSV-Gefährt für bis zu acht Personen, Sprit wird vom Verein bezahlt) zu Auswärtsspielen der Junioren zu fahren, legt Rigatelli die Latte durchaus niedrig auf: „Eine Trainerlizenz ist nicht nötig, wer dann eine machen möchte, wird aber vom Verein gefördert. Am wichtigsten ist aber der Umgang mit den Kindern.“ Derweil müsse „zum trainierten Team kein Bezug über ein eigenes Kind bestehen, das ist überhaupt nicht wichtig“.

Klar stellt Rigatelli allerdings auch, dass der FSV trotz der schwierigen personellen Situation nicht willens sei, Juniorentrainer einzukaufen. „Geld in die Hand nehmen für Trainer – das machen wir gar nicht. Jemand, der was bei uns macht, soll dies aus Spaß an der Arbeit mit Kindern tun.“ Ein Führerschein wäre wegen der Fahrten zu Auswärtsspielen darüber hinaus von Vorteil.

Wer den FSV unterstützen wolle, gestalte dabei einen Verein mit, der gerade im Nachwuchs-Fußball seinen Ruf in jüngerer Vergangenheit wieder deutlich aufpoliert hat: „Ich denke, es hat sich rumgesprochen, dass wir eine gute Arbeit und viel für die Kinder und Jugendlichen machen“, begründet der Jugendleiter den Zulauf der jüngeren Zeit. Wer sich vorstellen kann, den FSV in einer der beschriebenen Formen zu unterstützen, kann den Kontakt zu Sascha Rigatelli per E-Mail an rigatelli@web.de oder unter Tel.: 0152/54153251 aufnehmen.

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