Bald Besuch bei Ministerpräsident Volker Bouffier

40 Zimmerner Sternsinger wollen Kindern helfen

Groß-Zimmern - „Als Könige sind wir bekannt, werden Caspar, Melchior und Balthasar genannt“, so stellen sich die Sternsinger in diesen Tagen wieder Zimmerns Bürgern vor. 40 Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde bringen Segen in die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not. Von Ursula Friedrich

Für die Sternsinger aus Groß- und Klein-Zimmern steht die Aktion diesmal unter einem besonders glücklichen Stern. Denn sie haben unter vielen Bewerbern das große Los gezogen. Zehn Sternsinger aus der Gersprenzgemeinde werden am Mittwoch, 13. Januar, als offizielle Vertreter des Bistums Mainz entsandt. Sternsinger aus den drei hessischen Bistümern Fulda, Mainz und Limburg sind zum Empfang bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier eingeladen. „Wir sind zum ersten Mal dabei“, sagt Jutta Moka, Gemeindereferentin der Pfarrei St. Bartholomäus, überglücklich. Da nicht all ihre Könige mit nach Wiesbaden dürfen, muss unter den 40 Sternsingern leider noch einmal das Los entscheiden - nur zehn sind eingeladen.

Ob in Wiesbaden oder Zimmern - alle Aktiven bereiten sich mit großem Engagement auf ihre Aufgaben vor. Bislang haben sich 120 Bürger angemeldet, die einen Besuch der drei Könige mit ihrem Gefolge wünschen. Am Wochenende 2. und 3. Januar schwärmen die Könige in sechs Gruppen aus, um ihre Lieder und Segenswünsche in beiden Ortsteilen zu überbringen. „Respekt für dich, für mich, für andere“ in Bolivien und weltweit ist das neue Motto der Aktion, das durch diesen Fokus auch die jüngsten Ereignisse berücksichtigt. Die Flucht von Menschen vor Krieg und Elend nach Europa. Bei den Proben im Pfarrzentrum für den großen Hilfseinsatz steht für viele Kinder und Jugendliche noch etwas anderes im Zentrum:

Die Freude an der Gemeinschaft und der gemeinsamen Aufgabe. Hier wird gesungen, dort die Krone und Mantel Probe getragen. Bereits seit Oktober bereitet das Team im Gefolge der jungen Könige deren Einsatz vor. Die Helfer sind gut eingespielt, viele seit Jahren dabei. Auch unter den Königen gibt es einen harten Kern, der Jahr um Jahr die Krone aufsetzt, um ein gutes Werk zu tun. Die meisten Sternsinger sind katholisch, doch auch andere Konfessionen oder ungetaufte Kinder machen mit, um Kindern in Not zu helfen. Der Jüngste ist diesmal sieben Jahre alt, die Ältesten schon volljährig.

Weil sie den Königsgewändern entwachsen sind, machen Mareike (19) und Pamela (20) diesmal als Gruppenleiterinnen mit. In der Gemeinschaft der Sternsinger will jeder etwas beitragen, um Kindern weltweit ebenfalls Bildung, Ernährung und medizinische Versorgung zu ermöglichen. „Die Kinder engagieren sich bewusst und sind mit viel Eifer dabei“, so Jutta Moka. Der ehrenamtliche Einsatz beim Zug durch die Gemeinde wird sicherlich wieder mit Süßigkeiten honoriert - auch die will man teilen. Die Hälfte der süßen Gaben spenden Zimmerns Könige an die Dieburger Tafel.

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