103-jährige Charlotte Richter mit dabei

Oktoberfest beim Seniorennachmittag

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Ehrung der Ältesten (von links) Hassan Anzali, Bürgermeister Achim Grimm, Elisabeth Sachs, Charlotte Richter und Alfred Linke. Rekordhalterin Richter feierte gestern ihren 103. Geburtstag. Wir gratulieren! Ein separater Bericht folgt im LA am Montag.

Groß-Zimmern - „Zünftig“ ging’s beim Seniorennachmittag der Gemeinde zu, mit einem bajuwarischen Musikprogramm, Fassbier und Brezeln. Es ist Oktober, und da sind landauf, landab Oktoberfeste angesagt.

Bierzeltgarnituren blieben den 370 Besuchern – allesamt 70 Jahre und älter – allerdings erspart. Ein Tänzchen auf dem Tisch mit dem Rollator im Anschlag -– das wäre ein etwas zu gefährliches Unternehmen geworden, auch wenn Rettungskräfte vor Ort waren. In schöner Tradition teilten sich nämlich ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und Bedienstete der Gemeinde die Bewirtung der Gemeindeältesten, die sich von „Urig und Echt“ aus dem Odenwald gerne zum Mitklatschen und zum Schunkeln animieren ließen.

Das Programm begann – auch das wie üblich – mit Kuchen (Streusel, Apfel oder Käse mit Mandarinen) und Kaffee, auf Wunsch auch koffeinfrei. Neu war hingegen die blau-weiße Tischdekoration, und die Kapelle legte auch gleich richtig los, so dass vielleicht etwas zu wenig Raum fürs Kaffeekränzchen-Geplauder mit alten Bekannten blieb, die man in hohem Alter doch eher selten sieht.

Eine Stunde ging das so, bis sich Bürgermeister Achim Grimm – nicht in Lederhosen, sondern in Jeans – das Mikrofon reichen ließ und mit der Ehrung der ältesten Anwesenden begann, aufgeteilt nach Klein- und Groß-Zimmern, Mann und Frau.

Es waren die selben Namen wir im Vorjahr: Elisabeth Sachs (88 Jahre) und Alfred Linke (91 Jahre) aus Klein-Zimmern, Hassan Anzali (92 Jahre) und Charlotte Richter aus Groß-Zimmern. Die an diesem Tag noch 102-Jährige Rekordhalterin der Gersprenzgemeinde wurde von ihrem auch schon in die Jahre gekommenen Sohn Klaus Richter, dem ortsbekannten Gastronomen im Ruhestand, im Rollstuhl zur Ehrung gefahren und freute sich sehr über die Blumen, die ihr überreicht wurden. Für die Methusaleme gab’s „was Ordentliches zum Trinken“, wie es der Bürgermeister ausdrückte.

Halloween und Oktoberfest unter Palmen

Nachdem der Hallenmeister das leise Pfeifen aus der Lautsprecher-Anlage vertrieben und die Lüftung so weit heruntergeregelt hatte, dass insbesondere die Seniorinnen nicht mehr fröstelten, signalisierte der Bieranstich den Start der Fassbiersaison. Dazu wurden – ganz bajuwarisch – Brezeln gereicht. Die Helfer von DRK, Freiwilliger Feuerwehr und die Bürgerbusfahrer brachten die meisten Besucher nach ein paar zünftigen Stunden heil wieder nach Hause. (sr)

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