Mischvarianten-Spielplatz zwischen Schlädchen und Ziegelei

Aus zwei mach eins

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Ausschuss wählt Elemente aus beiden Platzvarianten.

Groß-Zimmern - Eigentlich stand auf der Tagesordnung der Sitzung des Sozial- Sport-und Kulturausschusses am Dienstagabend im Rathaus nur ein einziger Antrag. Von Gudrun Fritsch 

Kurt Werdecker (FDP) wollte von der Gemeinde mehr und konkretere Informationen über die künftige Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis. „Das können wir bei der aktuell unüberschaubaren Lage nicht leisten und es ist auch nicht unsere Aufgabe“, entgegnete Bürgermeister Achim Grimm. Das Anliegen, bessere Planungsmöglichkeiten zu schaffen, sei allerdings verständlich. Die Sozialdemokraten Stefan Fröhlich und Jenny Aschenbrenner formulierten den Antrag um. Ihr Vorschlag, der Gemeindevorstand solle den Ausschuss über aktuelle Änderungen umgehend unterrichten und zudem Mitarbeiter des Asylkreises regelmäßig einladen, wurde einstimmig befürwortet.

Nachdem die Sitzung wegen der Beratungen des Runden Tisches zum Haushalt etwas später begonnen hatte, wurde Eingangs ein weiterer Tagesordnungspunkt behandelt. Bereits vor einiger Zeit hatten die Parlamentarier beschlossen, die beiden geplanten Spielplätze für die Baugebiete Hinter dem Schlädchen und an der alten Ziegelei zu einem zusammen zu legen.

„Die Zeit drängt“, argumentierte Grimm und dankte dem Ausschussvorsitzenden Markus Geßner (CDU) sowie den Mitgliedern, dass sie das Thema der Spielplätze noch kurzfristig mit auf die Tagesordnung setzten. „In den nächsten Sitzungen wird es im Wesentlichen um Haushaltsfragen gehen, im März sind dann die Kommunalwahlen und danach ist bald schon wieder Sommerpause“, beschrieb der Bürgermeister den zügigen Sitzungsverlauf. Deshalb sei es ratsam, die Spielplatzplanung jetzt noch auf den Weg zu bringen.

Nach der Beratung und Empfehlung des Fachausschusses könne der Gemeindevorstand weitere Entscheidungen treffen und Arbeiten in Auftrag geben, so dass die Gestaltung zwischen den Baugebieten, der Grube und dem Wendehammer bereits vorangehen kann.

Ingenieur Bernd Schnabel vom Darmstädter Planungsbüro Lukowski und Partner stellte zwei Varianten der Planentwürfe vor, von denen die Ausschussmitglieder bevorzugte Geräte und Anlagen auswählten.

Das für den Vorentwurf entwickelte Konzept solle sowohl für Kleinkinder Spielmöglichkeiten bereithalten, wie auch für Kinder bis zu 14 Jahren Anreize zum Bespielen bieten. Die Anlage soll durch Geländemodellierungen abwechslungsreich gestaltet und in unterschiedliche Spielbereiche gegliedert werden. Die Ausschussmitglieder entschieden sich unter anderem für eine Kombination aus Rutsch- und Noppen-Klettergerät sowie eine große Eckschaukel. Besonders wichtig erschien ihnen die Installation einer rollstuhlgerechten Wippe.

Als prägendes Element der Variante eins beschrieb der Planer kleine bespielbare Ziegel-Mauern, die auch zur Abgrenzung und Einfassung dienen könnten. Zudem lieferten sie aufgrund ihres Materials einen klaren Ortsbezug zur Ziegelei. Die gesamte Anlage soll mit einem Zaun an drei Seiten eingefasst werden. Der zentrale Eingangsweg und der Zugang zu den Sitzflächen sollen wasserdurchlässig befestigt werden, so dass auch Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen leicht Zugang finden können. Auch hier könnte in Anlehnung an die „Alte Ziegelei“ entsprechendes Pflaster zum Einsatz kommen.

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