Die sympathische 43-Jährige, die in Dieburg viele wichtige Impulse gesetzt hat, kam schon als Archäologie-Studentin in den Achtziger Jahren zu Ausgrabungen mittelalterlicher Töpferarbeiten am Fuchsberg nach Dieburg. 1994 übernahm sie das Stadtarchiv im Keller des Rathauses, 1995 auch noch die Pressearbeit.
In ihrem Wohnort Eppstein wird sie ab 1. November als Stadtarchivarin und Museumsleiterin arbeiten. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Bertold Picard an, der seit 1965 im Amt ist. Picard hatte die Stelle ehrenamtlich ausgeübt, für Rohde-Reith wird sie in eine feste Halbtagesstelle umgewandelt. Um den Posten hatten sich mehr als 80 Kandidaten beworben. Rohde-Reith kam in zwei Durchgängen zum Zuge.
„Sie war immer mit Herzblut dabei“, sagte Thomas. Der Verwaltungschef ist froh, dass sie bereit ist, das Stadtarchiv vorerst mit vier Stunden pro Woche weiter zu betreuen und einen noch nicht benannten Nachfolger einzuarbeiten. Die Pressearbeit, die auch zu ihren Aufgaben gehörte, werde künftig wohl Ulrike Posselt vom Stadtmarketing miterledigen. Ob, wie und wann die Stelle Rohde-Reiths wieder besetzt werde, sei derzeit noch nicht abzusehen, so Thomas.
Eine der letzten großen Arbeiten, die Rohde-Reith zu stemmen hat, ist die Ausstellung „Jüdisches Leben in Dieburg“, die am 2. September im Museum eröffnet wird. Sie wird selbst in die Ausstellung einführen.













