Ein Lotterleben führt Alexander Weyrauch also nicht - und nun führt ihn sein Weg sogar zu den Olympischen Spielen nach London.
In dieser Woche startete Weyrauch, dessen Mutter Valentina durch ihr Turn-Training beim TVG ebenfalls bekannt ist, gen England.
Er ist Teil des „Deutschen Olympischen Jugendlagers“ des Olympischen Sportbunds (DOSB) unter der Leitung der Sportjugend (DSJ) und der Olympischen Akademie (DOA).
Nervös sei er deshalb nicht, eher in freudiger Erwartung. „Ich will unter anderem das 100-Meter-Finale sehen.“ Turnen sei ihm natürlich auch wichtig.
Für fünf Wettkämpfe bekommt er Eintrittskarten, seine Zuzahlung für rund zwei Wochen Olympia hält sich mit 1 000 Euro noch in Grenzen.
Weyrauchs Lieblingssportart Karate ist nicht olympisch, auf sie muss er in London also verzichten.
Abwechslung wird er dennoch genug haben - und zurück in Groß-Zimmern einiges berichten können: Neben dem Besuch der Wettkämpfe finden im Jugendlager Workshops zu Themen wie olympischer Geschichte, Dopingprävention und internationale Zusammenarbeit statt.
Zudem werden Veranstaltungen mit Jugendlichen aus London und Canterbury vor Ort angeboten. Das gemeinsame Sporttreiben soll dabei die Werte Respekt, Toleranz und Offenheit vermitteln.
Weyrauch, der sich über ein offizielles Bewerbungsverfahren für die Teilnahme qualifiziert und ein Vortreffen in Frankfurt besucht hat, wird mit den anderen deutschen Jugendlichen als erweiterter Teil der deutschen Olympiamannschaft auftreten. Unter dem Dach des DOSB verbinden DSJ und DOA in ihrem Vorhaben die sportliche Faszination Olympia mit einem anspruchsvollen Bildungsprogramm. Das Jugendlager wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und steht unter der Schirmherrschaft von Ministerin Kristina Schröder.











