Ferienspiele in Münster gehen diese Woche in ihre letzte Runde

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    • 12.07.12
    • Münster
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Ferienspiele: Lustige Räuber und Haifischzahn

Münster - 80 Kinder suchen den Schatz der Ferienspiele. „Abenteuerland – von lustigen Räubern und wilden Detektiven“ heißt das Motto unter dem sie zwei Sommerferienwochen lang Spaß haben, Rätsel lösen und Aufregendes erleben. Von Katharina Hempel

Die Gummibärenbande macht sich bereit für ihr Lied

© Hempel

Die Gummibärenbande macht sich bereit für ihr Lied

Mögliche Angreifer würden wohl Reißaus nehmen. Im Jugendzentrum an der Bahnhofstraße schmettert und schreit die Gummibärenbande ihre Erkennungsmelodie in den Morgen und macht allen Bösewichten klar: Mit uns ist nicht zu Spaßen. „Fröhlich und frech kämpfen sie auch für dich“, grölen sie.

Die 16 aus der Gummibärenbande und die 64 Kinder aus den anderen Gruppen verbringen die ersten zwei Wochen ihrer Sommerferien bei den Ferienspielen. „Abenteuerland – von lustigen Räubern und wilden Detektiven“ heißt das Thema, das sich Organisatorin Carina Fleckenstein und die zehn Betreuer für ihre Schützlinge ausgedacht haben.

„Am ersten Tag der Ferienspiele kam das Ordnungsamt zu uns und hat berichtet, dass im Rathaus wichtige Unterlagen und ein wertvoller Schatz gestohlen wurden“, erzählt Carina Fleckenstein. „Die Beamten schienen ziemlich hilflos und haben die Kinder gefragt, ob sie ihnen vielleicht unter die Arme greifen könnten“, fügt die Sozialpädagogin der Gemeinde Münster hinzu.

Fisch aus Stein

Die Gummibärenbande, Ali Baba und die 16 Räuber, Robin Hood und Co. haben sich sofort ans Werk gemacht. Auf Koboldschatzsuche im Felsenmeer zum Beispiel oder im Schwimmbad.

Die Robin Hoods trainieren ihre Zielfertigkeit beim Bogenschießen, die älteste Gruppe der Ferienspiele gönnt sich eine kleine Auszeit vom Abenteuer und bearbeitet Specksteine im Obergeschoss des Jugendzentrums. „Wir heißen die 16 Fragezeichen, weil wir Detektive sind. Wir sammeln Buchstaben“, sagt Christopher. Statt um Buchstaben kümmert sich der Neunjährige heute um einen Haifischzahn. So soll sein Speckstein mal aussehen.

„Ich versuche, meinen so ein bisschen rund zu kriegen“, erklärt die elfjährige Merle und schiebt ihr Steinchen auf einem Stück Sandpapier hin und her. Ihre Freundin Jennifer versucht, einen Fisch aus dem Stein zu schnitzen. Um den Staub abzuwaschen, tunkt sie den Speckstein zwischendurch ins Wasser.

Vergangene Woche konnten sich die Ferienspielkinder im Schwimmbad selbst ins Wasser tunken. Diese Woche bleibt der Spaß aus – wetterbedingt. „Wir Betreuer müssen dieses Jahr ziemlich flexibel sein, aber wir haben uns Programme für jede Temperatur ausgedacht“, sagt Organisatorin Fleckenstein. Sie und ihr Team halten die Abenteurer bei Sonne und Regen auf Trab. Von 8 bis 16 Uhr und „für die Langschläfer“ von 9 bis 15 Uhr.

Quelle: op-online.de

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