Für die Zukunft der Gastronomie im Bürgerhaus stellt der Magistrat sechs Modelle vor - von der Vollversorgung aus einer Hand bis zur endgültigen Schließung der Gaststätte.
Die Getränkestatistik wirft ein Schlaglicht auf ein Problem der Bürgerhaus-Gastronomie. Der Bierumsatz im Saal lag 2011 demnach bei knapp 30 Hektolitern. Im gleichen Zeitraum hatten die Saalveranstaltungen rund 11.000 Besucher. „Umgerechnet bedeutet dies einen Konsum von 0,27 Liter Bier pro Besucher“, rechnet der Magistrat. Aus gesundheitlicher Sicht klingt der geringe Bierkonsum erfreulich - aber finanziell bereitet er den Verantwortlichen Kopfschmerzen. Die Stadt muss nämlich einen alten Biervertrag erfüllen. Sie hatte sich verpflichtet, im Bürgerhaus innerhalb von zehn Jahren 1400 Hektoliter „Glaabsbräu“ auszuschenken. Tatsächlich war der Umsatz geringer.
Mit rund 60.000 Litern Bier im Rückstand
Als der Vertrag am 31. Juli 2011 auslief, lag die Stadt mit rund 60.000 Litern im Rückstand. Neuerdings wird auch der Umsatz im Bürgerhaus Nieder-Roden und ein Teil des Umsatzes im Strandbadkiosk angerechnet. Der Erfolg: Zum Jahreswechsel schuldete die Stadt „nur“ noch die Abnahme von 45.802 Liter. Der Vertrag bevorzugt Bier vom Fass. Flaschenbier wird nur zu 50 Prozent angerechnet, alkoholfreie Getränke zu 20 Prozent.
Wirtschaftliche Erfolg im Bürgerhaus
Der wirtschaftliche Erfolg im Bürgerhaus hängt nicht nur vom Getränkeumsatz ab. Auf 104 Seiten stellt die städtische Gebäudewirtschaft sechs verschiedene Betreibermodelle dar. Das Spektrum reicht von der gastronomischen Vollversorgung bis zur Schließung der Gaststätte. Die Gastronomie im Bürgerhaus muss vielen Anforderungen gerecht werden: Das reicht vom Jahrgangstreffen der Senioren über das Bier nach der Singstunde bis zur Familie, die am Sonntag preiswert und gut essen möchte.
















