MGV bietet jede Menge Hits auf

„Ein Freund, ein guter Freund“: Der Projektchor des MGV 1863 Altheim und die Pepper Roses beim gemeinsamen Abschiedslied.

Altheim - „Schlager, Hits und Evergreens“, so lautete das Motto, unter dem der MGV 1863 Altheim zum Konzert für Jung und Alt in die Sport- und Kulturhalle nach Altheim eingeladen hatte. Von Peter Panknin 

Ein Jahr nach seinem 150. Geburtstag startete der MGV Altheim einen Aufruf und lud Sängerinnen und Sänger ein, sich in einem Projekt zu engagieren. Ziel war, an diesemSamstag ein Konzert zu veranstalten.

Nach 28 Wochen intensiver Proben war es dann soweit: Das Konzert sollte starten. Immer mehr Karten wurden verkauft, immer kürzer wurde die verfügbare Zeit bis zum Ereignis. Atemlos hatten die Sänger schließlich alle Vorbereitungen abgeschlossen. Die Halle in Altheim war ausverkauft. Es hätten noch mehr Karten vertrieben werden können, aber die zugelassene Kapazität der Halle war ausgeschöpft.

Ruth Weber von den Pepper Roses beim bekannten Lied „Lili Marleen“.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins, Günter Willmann, übernahm Hajo Reinert die Moderation des Abends. „Große Musikereignisse finden derzeit in der Rhein-Main-Region statt, Udo Lindenberg mit seinem Panik-Orchester ist im Frankfurter Römer, der Projektchor des MGV in der Kulturhalle in Altheim“, sagte er, was ihm sofort die Sympathien des Publikums einbrachte. Sängerinnen und Sänger des Chores und des Projektchores stellten unter der Leitung ihres Dirigenten Andreas Mohrhard die Ergebnisse ihrer Probenarbeit vor. Es begann mit „99 Luftballons“ von Nena. Am Ende des Liedes stieg aber nur ein Luftballon auf. Der Hit „Atemlos“ wurde durchaus engagiert und kraftvoll dargeboten. Begleitet wurde der Gesamtchor vom Münsterer Norbert Müller am Klavier und von Ulrich Pietsch mit dem Kontrabass. Es folgte ein Udo-Jürgens-Medley, bei dem die Besucher mitklatschten.

Akteure wechseln die Kleider

Zweimal wechselten die Akteure dann die Kleider, natürlich nicht auf der Bühne. Die Kleiderwechsel wurden jeweils von der erst 22 Jahre alten Julia Hanschke aus Bensheim überbrückt. Ihr Spiel auf dem Saxophon begeisterte das Publikum und belohnte ihren ersten öffentlichen Bühnenauftritt mit viel Beifall. Hits wie „Zwei kleine Italiener“, „Ich will keine Schokolade“ und „Rote Lippen soll man küssen“ beendeten zunächst den Auftritt der Altheimer.

Nach der Pause, in der Getränke und Häppchen genossen werden konnten, übernahmen neun Damen aus verschiedenen Chören des Landkreises die Bühne. Vor fünf Jahren schlossen sie sich zu einem Ensemble zusammen, das unter dem Namen „Pepper Roses“ inzwischen zu einem Begriff geworden ist. Auszüge aus ihrem Programm „Glamour, Schutt und Muckefuck“ riefen bei den älteren Menschen in der Halle so manche Erinnerung wach an Zeiten großer Katastrophen, aber auch voller Hoffnungen.

So wirkt Musik auf unsere Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

War die gesangliche Schilderung von Schlankheitskuren der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts - „Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten“ - noch erheiternd und brachte das Publikum zum Mitklatschen, versetzte das von Ruth Weber vorgetragene Lied „Lili Marleen“ alle in eine erinnerungsvolle Stimmung, und viele Besucher summten leise mit. Lieder wie „Nur nicht aus Liebe weinen“ und der Ohrwurm „Rum and Coca-Cola“ hob die Stimmung schnell wieder an.

Nachdem die Pepper Roses mit vom Publikum reichlich gespendeten Beifall für ihre Darbietungen belohnt wurden, dankte Günter Willmann allen Darbietenden und Helfern, die diesen Abend vorbereitet hatten – und natürlich hinterher auch aufräumten. Ein Dank ging auch an zahlreichen Sponsoren. Den Worten folgte nochmals ein musikalischer Beitrag, als nämlich der Projektchor gemeinsam mit den Pepper Roses „Ein Freund, ein guter Freund“, ein bekanntes Filmlied aus den 30er Jahren, alle Gäste des Abends verabschiedete. Beim Hinausgehen war neben dem zum Abschluss-Lied immer wieder zu hören: „So eine tolle Veranstaltung hat Altheim schon lange nicht mehr erlebt“.

Quelle: op-online.de

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