Schwarzmeer-Kosakenchor füllt die Kulturhalle

Kalinka lockt die Fans

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Der Schwarzmeer Kosaken-Chor zog am Sonntagabend 340 Zuhörer in die Münsterer Kulturhalle.

Münster - Zum Schwarzmeer Kosaken-Chor kamen am Sonntagabend über 340 Zuhörer in die Kulturhalle. Die „Bohemian Rapsody“ führt Wunschliste für AGV-Event am 16. April an. Von Jens Dörr 

Wenn die Bühne der Münsterer Kulturhalle im Hintergrund mit einem weißen Vorhang und sieben Zwiebeltürmen aus blauem Band dekoriert ist, gestaltet von Michael Rössler, dann ist er wieder zu Gast: der Schwarzmeer Kosaken-Chor unter der Leitung und Mitwirkung von Peter Orloff. Der war einst jüngster Sänger aller Kosakenchöre dieser Welt und sang auch gemeinsam mit Ivan Rebroff.

Noch mehr Menschen kennen den in Lemgo geborenen, inzwischen 71 Jahre alten Musiker indes als Schlagerbarden („Königin der Nacht“), einige auch als Komponist und Texter (letzteres für Bernd Clüvers „Junge mit der Mundharmonika“). Am Sonntag entführte Orloff mit dem Chor auf Einladung und teils auch unter Mitwirkung des Arbeiter-Gesang-Vereins „Eintracht“ ins ferne Russland.

Dass Münster derzeit ähnlich winterlich verschneit und verzaubert sei wie Moskau, war gleich im doppelten Sinne ein Begrüßungsscherz Orloffs. Die Plusgrade und stellenweise austreibenden Knospen im Gersprenzort dieser Tage sind hierzulande bekannt; doch auch in Moskau ist bei aktuell höheren Plusgraden von weihnachtlichem Weiß nichts zu sehen. Der Stimmung, die der Schwarzmeer-Kosakenchor mit seiner russischen und ukrainischen Literatur in die Halle brachte, tat das schon nach wenigen Minuten indes keinen Abbruch mehr.

Dabei war es durchaus eine besondere Leistung von Gastgeber AGV „Eintracht“, den gut gebuchten Chor vier Tage vor Heiligabend in die Kulturhalle zu locken. Zurren die Musiker, die zur Beletage der Kosakenchöre zählen, ihre Auftritte generell schon anderthalb Jahre im Voraus fest, mussten die Münsterer ob des besonderen Termins kurz vor Weihnachten noch zeitiger tätig werden. Obwohl die Feiertage nahten, sorgten 340 Zuhörer für eine gut besetzte Halle. 320 Tickets hatte der AGV in Münster und Umgebung bereits im Vorverkauf abgesetzt, 20 kamen an der Abendkasse noch hinzu.

Sänger und Instrumentalisten kamen zum dritten Mal nach Münster, dankten den Zuspruch mit weihnachtlichen Stücken, aber auch östlichen Klassikern wie „Kalinka“. Der AGV nutzte den Abend seinerseits, erneut auf den 16. April aufmerksam zu machen: Dann veranstaltet die Eintracht ihre bereits stark beworbene „Nacht der Entscheidung“, der die „Macht der Entscheidung“ aller Musikfans aus Münster und der Region vorausgeht: Für das Konzert kann sich jeder vorab aus einer Reihe von Titeln Lieblingsstücke auswählen –das Wunschranking wird beim „ersten interaktiven Musikevent Münsters“ mit berücksichtigt. Bei der Abstimmung auf der Website liegt derzeit die „Bohemian Rapsody“ von Queen klar in Führung.

Quelle: op-online.de

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