„Jetzt Platz umbauen“

ALMA-Mitglieder beschließen umfassenden Handlungsplan 

Münster - „Mit der Aufgabe der bisherigen Nutzung des Frankenbach-Geländes machen die Eigentümer den Weg frei für die Entwicklung eines neuen Siedlungsgebiets für unsere Gemeinde.“

Diese neue Chance zu nutzen betonte ALMA-Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat Gerhard Bonifer-Dörr, als sich die ALMA-Kandidaten auf erste Handlungsschwerpunkte für die Zeit nach den Kommunalwahlen verständigten. Sie fassten ihre Prioritäten nochmals zusammen. Indem sich die Gemeinde an der Entwicklung dieses Geländes beteilige und durch den Bebauungsplan die Voraussetzungen für die Umsetzung der Ideen für Wohnen, Senioren- und Kinder-Betreuung sowie Gewerbe schaffe, könne ein entscheidender Fehler korrigiert werden, der unter dem früheren Bürgermeister gemacht worden sei. Bonifer-Dörr: „Entgegen der Empfehlung im 1998 veröffentlichten Perspektivkonzept von Prof. Rürup hat die damalige Mehrheit in der Gemeindevertretung kein Interesse daran gezeigt, das ehemalige Firmengelände der Firma Göbel, die Ende 1998 den Standort Münster aufgegeben hat, für die Gemeinde zu erwerben oder mit einem Investor gemeinsam zu entwickeln.“

Jetzt könne dort Wohnen, Gewerbe, Betreuung für Senioren und auch Kinderbetreuungsangebote entstehen, sagt Wolfgang Stühler. Auf die Notwendigkeit zusätzlicher Kinderbetreuungseinrichtungen hätte die ALMA bereits im vergangenen Jahr bei der Vorstellung der ersten Frankenbach-Planskizzen hingewiesen. Seit vielen Jahren beklage man es, dass die Gemeinde keine Kinderbetreuungseinrichtung westlich der Frankfurter und Darmstädter Straße anbiete. Jetzt habe man die Chance zur Öffnung von Zukunftsperspektiven.

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Münsters alte Mitte, der Rathausplatz, solle zu einem Ort der Begegnung werden. Die ALMA lehnt eine Verschiebung des Umbaus von 2016/2017 auf einen späteren Zeitraum ab. Die Planungen zum Rathausplatz seien weit gediehen. Jetzt müsse man mit dem Umbau zu Münsters „guter Stube“ beginnen. Auf dem Frankenbach-Gelände will die Fraktion Wohnen, Gewerbe, Betreuung für Senioren und auch Kinderbetreuungsangebote schaffen. Münsters neue Mitte um Darmstädter und Leskerstraße soll zu einem urbanen Schwerpunkt gemacht werden (Einkaufen wohnungsnah, Ärzteversorgung, Wohnen).

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„In der Vereins- und Kulturförderung wollen wir das hohe Niveau der Vereinsförderung beibehalten, aber ergänzend ein attraktives vereinsunabhängiges Angebot weiter entwickeln“, heißt es im Programm. Auch neue Wege wolle man einschlagen wie die Unterstützung des „Arthaus“-Projektes im alten Rathaus in Altheim.

Nachdem sich der Gemeindevorstand auf ALMA-Antrag hin dazu habe verpflichten lassen, bei Ausschreibungen auch ökologische und soziale Aspekte zur Grundlage von Entscheidungen zu machen, wolle man mit einem kommunalen Pilotprojekt „Solartankstelle“ für mehr Elektromobilität werben. „Die langfristigen Ziele, wie die Verbesserung der Umfeldbedingungen in Breitefeld, werden wir nicht aus den Augen verlieren,“ betont Julian Dörr.

Interessierte sind eingeladen zum Ortsgebabbel am Donnerstag, 3. März, ab 19.30 Uhr im Restaurant Treviso und zum Infostand bei Edeka-Kampmann am Samstag, 5. März, ab 10 Uhr.

tm

Quelle: op-online.de

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