Seniorengerechtes Wohnen auf dem Frankenbach-Areal

Altern ohne Einschränkung

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So wie die neue Einrichtung in Groß-Bieberau oder ähnlich könnte in Münster das Versorgungszentrum zur Seniorenbetreuung mit betreutem Wohnen, Tagespflege und ambulantem Dienst aussehen.

Münster - Betreutes Wohnen, Pflege, Wohnen und Gewerbe: Die Pläne für das Frankenbach-Areal, die bereits Anfang November im Bauausschuss vorgestellt worden waren, haben jetzt konkrete Form angenommen.

Für das rund 32 700 Quadratmetergroße Frankenbach-Areal zwischen Ellie-Center, Bahnschienen und Goebelstraße, das momentan vom Auto-Logistikunternehmen Frankenbach als Lager- und Umschlagplatz von Pkw genutzt wird, gibt es eine neue Perspektive. Die Investoren und Projektentwickler der Werkmann & Fäth Gruppe haben ein Konzept vorgelegt, das die Bereiche betreutes Wohnen, Pflege, Wohnen und Gewerbe auf dem Gelände ausweist. „Damit besteht die große Chance, auf dem Areal eine zukunftsweisende Entwicklung vorzunehmen“, erklärte Projektentwickler Uwe Werkmann bereits im jüngsten Bauausschuss. 110 bis 150 Arbeitsplätze würden entstehen, zudem Wohnraum für 250 Menschen. Der Gemeindevertretung liegt nun für die Sitzung am Montag, 14. Dezember, eine Vorlage für einen Aufstellungsbeschluss vor, der den Entwicklungsprozess in Gang setzen würde.

„Die Planer sind auf die Erfordernisse des demographischen Wandels eingegangen“, erklärt Bürgermeister Gerald Frank. Dem steigenden Bedarf an Wohnraum für den wachsenden Bevölkerungsanteil älterer Menschen wurde damit Rechnung getragen. So soll auf dem Gelände eine neue Form des Pflegebereichs entstehen. Ein namhafter Investor, der bereits viele Einrichtungen gebaut hat, möchte in Zusammenarbeit mit dem Pflegeverband Senio/Gersprenz ein Konzept umsetzen, das für alle Bevölkerungsschichten Pflege, Medizin und Hauswirtschaft beinhaltet. Damit würde in Münster eine Einrichtung entstehen, die den modernsten Anforderungen gerecht wird.

In Zusammenarbeit mit der bereits in Münster bestehenden Einrichtung soll es ein optimales Angebot für die Bürger geben. Auch der Bereich „Seniorenwohnen“ ist bei der Entwicklungsmaßnahme vorgesehen. Allein bei der Umsetzung des Pflege- und Betreuungskonzepts würden über 50 neue Arbeitsplätze entstehen. Weitere 50 bis 60 Arbeitsplätze würden durch einen Bauabschnitt für einen Gewerbe- und Handwerkerhof geschaffen. Derzeit wird mit einer Marktanalyse geprüft, ob sich an diesem Ort ein Hotel am Markt durchsetzen könnte. Etwa 30 weitere zusätzliche Arbeitsplätze könnten so entstehen. In weiteren Bereichen des Frankenbach-Areals sind moderne Wohnquartiere geplant, die sich unter anderem an der aktuellen Nachfrage der Münsterer Bürger orientieren. Hier ist eine große Bandbreite möglich: Von Reihenhäusern bis zu dem dringend benötigten Geschosswohnungsbau stellt das Konzept keine Einschränkungen.

Besonders wichtig für die Planer ist der im Bebauungskonzept integrierte Raum für die Pflege älterer Menschen. Dabei soll die Gersprenzdienstleistungs-GmbH mit ins Boot geholt werden, die bereits in der Pestalozzistraße das Pflegeheim betreibt. Die neue Einrichtung nach modernsten Gesichtspunkten soll den Senioren so lange wie möglich eine hohe Selbstbestimmung und dadurch Lebensqualität sichern. „Eine Versorgung aller alten Menschen in einem Pflegeheim ist nicht bezahlbar“, erklärt Hubert Keiber, Geschäftsführer der Gersprenzdienstleistungs-GmbH. „Eigens für Münster entwerfen wir seit Monaten ein zukunftsweisendes Konzept. Darin werden vor allem die Wünsche der Bürger berücksichtigt, im Alter selbstbestimmt wohnen zu können.“ Für die Gersprenzgemeinde sieht das konkret folgendermaßen aus: Betreutes Wohnen mit der Möglichkeit zur Pflege in der Wohnung, ambulante betreute Wohngruppen, ausgelegt auch für schwer an Demenz erkrankte Menschen, Teilbereich für junge Pflegebedürftige, Teilstationäres Angebot Tagespflege und einen Begegnungsraum oder Cafeteria. (chi)

Quelle: op-online.de

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