Substanzsicherung des ehemaligen Rathauses Altheim

Arbeiten fürs neue Dach vergeben

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Dunkle Wolken dräuten gestern überm Ex-Rathaus. Damit es im Altheimer „Arthaus“ schön trocken bleibt, soll der alte Mollerbau jetzt schnell ein schon lange benötigtes neues Dach bekommen.

Altheim - Für die Dachsanierung des ehemaligen Altheimer Rathauses wurden jetzt Arbeiten für insgesamt rund 48.000 Euro in Auftrag gegeben. Damit ist die Substanzsicherung des Gebäudes gewährleistet.

Ursprünglich war die Dachsanierung schon für 2015 geplant. Hierzu hatte die Gemeinde einen Antrag auf EU-Förderung aus dem LEADER-Programm gestellt. Grundsätzlich können Maßnahmen nur gefördert werden, wenn mit ihnen nicht vor Behandlung des Förderantrags begonnen wurde. Mit dem Denkmalschutz wurde mit Hinweis auf die angespannten Gemeindefinanzen erfolgreich verhandelt, dass keine Eindeckung (wie ursprünglich von der Behörde gewünscht) mit Schiefer-„Bieberschwänzen“ erfolgt. Das hätte rund 95.000 Euro gekostet. Das Warten hätte sich gelohnt, denn im November erhielt die Gemeinde die Bewilligung von EU-Fördermittel in Höhe von insgesamt 200.000 Euro mit der Zweckbindung der kulturellen Nutzung nach dem „Arthaus“-Konzept. Der Gemeindeanteil zur Sanierung des gesamten Gebäudes hätte lediglich insgesamt 160.000 Euro betragen. Die Gemeindevertretung lehnte mit den Stimmen der CDU jedoch die Umsetzung des „Arthaus“-Konzepts ab.

Die zweckgebundene Nutzung für zwölf Jahre wäre nicht an den das Haus betreibenden Verein gebunden gewesen. Eine anteilige Rückzahlung der Zuschüsse hätte nur erfolgen müssen, wenn das Gebäude nicht mehr kulturell genutzt worden wäre. Die Gemeinde hätte in Eigenregie, beispielsweise mit dem Heimat- und Geschichtsverein, der Bücherei oder anderen Nutzern kulturelle Veranstaltungen dort umsetzen können. Trotz der Ablehnung durch die Gemeindevertretung bestehen Aussichten auf die Umsetzung des Kreativ-Konzeptes. Nach jahrelangem Leerstand erfüllt der Verein das altehrwürdige Gebäude mit Leben. Die neue Gemeindevertretung kann das Thema wieder aufnehmen. Bürgermeister Gerald Frank berichtet, dass das Regionalmanagement des Landkreises mitgeteilt habe, einem erneuten Antrag auf LEADER-Förderung positiv gegenüber zu stehen, wenn die Gemeinde dies nochmals angehe. Allerdings könne man nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass auch die Höchstförderung wiederum sicher wäre.

tm

Quelle: op-online.de

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