Aushängeschild Moret-Triathlon

VfL Münster feiert sein 40-jähriges Bestehen

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1985 startete der „1. Moret-Triathlon“, der in drei Jahrzehnten Kultstatus und überregionale Beachtung erlangte. Der VfL feiert am Sonntag sein 40-jähriges Bestehen.

Münster - Die Disziplin Triathlon machte den VfL weit über die Grenzen Münsters hinweg bekannt. Doch neben dem Moret-Triathlon stellt der rührige Verein viel mehr auf die Sportler-Beine. Von Jens Dörr 

Politische, gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Strukturen in den deutschen Sportvereinen geprägt und immer wieder verändert. Auch der Verein für Leibesübungen (VfL) Münster, fast 500 Mitglieder stark und damit 50 Personen vom Höchststand 2009 entfernt, hat in der Vergangenheit vieles gemeistert. Nichtsdestotrotz hat er auch heute alte und neue Herausforderungen vor der Brust. Am Sonntagvormittag feiert der VfL im Kreise seiner Mitglieder im Nebenraum der Gersprenzhalle sein 40-jähriges Bestehen. Der Mehrspartenverein erlebte unter anderem den Volleyball-Boom in den 80ern und Zeiten, in denen sich beim Lauftreff bis zu 50 Teilnehmer blicken ließen. Das und auch die einst allgemein starke Entwicklung in der Leichtathletik gehört inzwischen vor allem zur Geschichte des VfL. Andere Angebote und Ereignisse haben sich unterdessen zu neuen, wichtigen Säulen des Vereins gemausert.

Bekanntheitsgrad und überregionale Beachtung erfährt der VfL Münster alljährlich durch den Moret-Triathlon (oft inklusive Hessenmeisterschaften) auf der Mitteldistanz. Die Veranstaltung im Juni, die in diesem Jahr zum 32. Mal stattfand und für den 4. Juni 2017 bereits erneut ausgeschrieben ist, mauserte sich ab Mitte der 80er vom vereinsinternen Spaßwettkampf zum überregionalen Event mit Kultstatus. Daneben stützen den VfL die kontinuierliche, in allen Abteilungen praktizierte Jugendarbeit und der Ausbau des Angebots für den Gesundheits- und Breitensport.

Insbesondere das Fitness- und Gesundheitsangebot mit Pilates, Rückenfitness, Yoga oder Schwimmkursen erfreut sich derzeit großer Beliebtheit. Zur Breitensport-Abteilung zählen auch eine Badminton- und eine Wandergruppe. Der Gesundheitssport hat teilweise jenen Platz eingenommen, den einst die Leichtathleten füllten. Diese Abteilung hält der VfL dennoch ebenfalls bis heute aufrecht, führt sie neben dem Gesundheits- und Breitensport, der eigenständigen Triathlonabteilung und den Volleyballern. Im Triathlon setzten in jüngerer Vergangenheit unter anderem Martina Maul als Deutsche Altersklassen-Meisterin im Sprint und Nachwuchshoffnung Delphine Halberstadt (in diesem Jahr Vierte der U23-EM) Glanzlichter. Strahlkraft erzeugt der Verein auch mit dem Gersprenzlauf, einem vom VfL in Urberach ausgerichteten Cross-Duathlon und dem Schülerduathlon, der vor einiger Zeit noch als Triathlon inklusive des Schwimmens im Münsterer Hallenbad ausgetragen wurde.

Archivbilder:

Große Bedeutung misst der VfL der Nachwuchsarbeit auch deshalb zu, weil rund vier Fünftel der Mitglieder – etwa 400 an der Zahl – Kinder und Jugendliche sind. Ihnen bietet der VfL zahlreiche Veranstaltungen im sportlichen und kulturellen Bereich an. Beispiele sind die Pool-Party und „Holiday Sports Fun“ in den Schulferien.

Sorgen bereiten dem VfL –wie vielen vergleichbaren Vereinen – die nur recht wenigen Mitglieder im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die Verjüngung des Vorstands hat der Verein allerdings noch vor seinem 40. Geburtstag geschafft. An der Spitze folgte Stefan Scharf auf den langjährigen VfL-Vorsitzenden Gerhard Kenke. Jüngeren Führungskräften im Verein wie etwa Jugendwart Joshua Steinmetz stehen „Haudegen“ wie der Zweite Vorsitzende Andreas Kropp und auch weiter Kenke als Beisitzer zur Seite. Die Volleyball-Abteilung leitet derzeit Sabine Hiller, den Leichtathleten steht Jessica Bauer vor, den Breitensportlern Otto-Peter Lück und Triathleten Tim Kreher. Die personelle und finanzielle Basis beim VfL Münster steht –auch für das fünfte Jahrzehnt der Vereinsgeschichte.

Quelle: op-online.de

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