Bahnhof in Altheim

SPD sieht Schatten auf Sonnenseite

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Das bunte Bahnhofshäuschen ist der SPD ein Dorn im Auge, es gehöre abgerissen, fordert die Partei von der Bahn.

Altheim - Die Partei will den Bahnhof in Altheim auch südlich der Gleisanlage zum Park-and-Ride-Platz ausbauen lassen.

Es ist seit rund neun Jahren immer noch dasselbe Bild am kleinen Bahnhof-Haltepunkt an Altheims Ortsrand. In Richtung Aschaffenburg sind die auf Altheimer Seite gelegene Pkw-Abstellfläche und ein verlassenes Bahnhäuschen in einem arg heruntergekommenen Zustand. Ein langsam vor sich hin verfallendes Bahnwärterhaus, ein notdürftiger Auto-Abstellplatz und immer wieder Abfallberge von Elektroschrott und sonstigen Hinterlassenschaften prägen zumeist das unschöne Bild.

Mitte 2006 wurde der Bahnsteig Richtung Aschaffenburg erneuert, drei Jahre zuvor wurden Bahnsteig und P+R-Platz Richtung Darmstadt fertiggestellt. Die Parkplatz-Anlage umfasst 100 Stellflächen für Autos plus 60 Fahrradstellplätze und abschließbaren Fahrradboxen. Diese Angebote sind an den meisten Wochentagen voll belegt. Die gleiche Situation ist auf der Altheimer Seite, nur nicht so komfortabel ausgestattet. Für die SPD in Münster besteht nun dringender Handlungsbedarf, die Abstellmöglichkeiten zu erweitern. Weitere Fahrradboxen seien bereits seit der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vom 18. November 2013 beschlossene Sache, eine Erweiterung der Parkplätze sei noch offen.

Edmund Galli, Gemeindevertreter der SPD, erklärt: „Wir möchten erreichen, dass die Altheimer Seite des Haltepunktes Altheim als Pkw-Abstellfläche ausgebaut, das marode und verfallende Bahnhäuschen beseitigt und der Gehweg von der Bushaltestelle (Münsterer Straße) zum Bahnsteig nach Aschaffenburg verlängert wird. Die beschlossenen zusätzlichen Fahrradboxen müssen schnellstens montiert werden“, so Galli.

Hier zieht ein ganzer Bahnhof um

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Bürgermeister Gerald Frank soll mit der Bahn AG zügig Verhandlungen aufnehmen, um das Bahnhäuschen zu beseitigen und das Gelände, das zum Teil der Netz AG gehört, zu einem P+R-Parkplatz zu entwickeln. Die Finanzierung müsse über die entsprechenden Fördertöpfe bei Bund, Land, RMV und DADINA erfolgen. Die SPD-Fraktion werde einen entsprechenden Antrag einbringen.

„Diese Maßnahme kommt allen zugute, die den ÖPNV nutzen und damit Straße und Umwelt entlasten. Die Verkehrsträger Bahn und RMV sind in der Pflicht, für angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen“, heißt es abschließend.

tm

Quelle: op-online.de

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