Mit Sportverein und Happy Singers bestens in 2016 gestartet

Gute Aussicht: FSV-Ball erfüllt alle Erwartungen

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Feiern und Tanzen in gediegener Atmosphäre und dazu ein schmackhaftes Buffet: Der Silvesterball des FSV Münster erwies sich auch zum jüngsten Jahreswechsel als Klassiker im Dieburger Land.

Münster - Klassische Silvesterbälle sind heutzutage Mangelware. Nicht so in Münster: Dort ist der Ball der Freien Sportvereinigung ein Klassiker, der seit über 30 Jahren den galanten Übergang ins neue Jahr garantiert. Von Michael Just 

Am Donnerstagabend wurde die Tradition, die einst in der eigenen FSV-Halle begann und später aus Platzgründen in die Kulturhalle verlagert wurde, fortgesetzt. Schon im Herbst bestand frühzeitig die Möglichkeit, die mit 55 Euro angesetzten Karten, in dener Preis ein großes Buffet, die Tanzkombo der Happy Singers sowie die ansprechende Atmosphäre der Kulturhalle enthalten sind, zu erwerben. Davon wurde genügend Gebrauch gemacht, so dass die „Freien“, wie sie in Münster genannt werden, erneut einen guten Zuspruch für ihren Dauerläufer verbuchen konnten.

Die Helfer stammten zum Teil aus den eigenen Reihen, zum Teil waren sie, wie etwa die Kellner, engagiert worden. „Mit ihnen wird an den Tischen schneller und professioneller gearbeitet. So könnten das Leute aus unserem Verein vermutlich gar nicht machen“, sagt FSV-Rechnerin Rita Wandinger. Zudem würden vor allem die Stammgäste die Kellner schon kennen und ungern missen wollen. Helfende Hände aus dem Verein brauchte es vor allem beim Auf- und Abbau sowie in der Küche beim Geschirr, denn die große Gästezahl impliziert einen ständigen Bedarf an Tellern und Gläsern. Wie gewohnt, schloss sich gegen 23 Uhr noch ein Kuchenbuffet an. Der süße Genuss zu Kaffee verwöhnte nicht nur den Gaumen, sondern brachte auch auf der Tanzfläche verbrauchte Kräfte zurück.

Wie in den letzten Jahren rückte das Gros der Besucher, das vornehmlich im gesetzteren Alter war, aus dem Umland an. Aus Dieburg kamen Roland Resch und seine Frau. Mit sechs weiteren Personen stellte der Silvesterball für die Städter aus der Nachbarschaft eine Premiere dar. „Was macht man einem solchen Abend?“, formulierte Resch die Frage aller Fragen zum letzten Tag des Jahres und schickte die Antwort hinterher: „Nur essen gehen ist definitiv zu wenig. Ein wenig Unterhaltung gehört einfach dazu.“ Auf der Suche nach der idealen Kombination machten die Dieburger das Angebot in Münster aus. Das Fazit von Roland Resch lässt wenig Zweifel: „Alle Erwartungen wurden erfüllt.“

Keine Hoffnungen brauchte es mehr bei den verschiedenen Gruppen, die jedes Jahr aus Babenhausen den Ball besuchen: Hier weiß und schätzt man bereits, was einen erwartet. So steht bei Hanne und Alfred Brenner die Veranstaltung seit mehr als 15 Jahren ganz oben auf der Agenda. Die Band der Happy Singers kennt das Paar, wie es sagt, noch aus Teenager-Zeiten: „Damals haben sie beim Maskenball in Babenhausen gespielt. Den gibt es schon viele Jahre nicht mehr“, berichtet die 67-Jährige. Dafür sei man nun zusammen beim Silvesterball in Münster alt geworden. Stets um Mitternacht schauen die Brenners hinter die Bühne um Neujahrsgrüße auszutauschen. Wie sie herausheben, gingen die Musiker auch selbst noch durch den Saal, um den Besuchern ein „Prosit Neujahr“ zu wünschen. „Das macht die Band sehr menschlich“, sagen sie.

An einem anderen Tisch genossen die Babenhäuser Kurt Willand, Hans Geißler und Manfred Beck mit ihren Frauen den Abend. Für sie stimmt beim FSV das Gesamtpaket aus Atmosphäre, Essen und Sound. „Die Musik ist nicht zu laut“, war sich der Tisch geschlossen einig. Für 2.30 Uhr hatte die Gruppe einen Bus zur Rückfahrt nach Babenhausen bestellt. Alle Paare kennen den Silvesterball schon länger. Trotzdem wurde man ihm im Jahr zuvor untreu: Als in Babenhausen ein neues Tanzcafe eröffnete und ein Silvester-Spezial offerierte, gab man dem Angebot in der Heimat den Vorzug. Über die damit verbundene Enttäuschung will man heute nicht mehr sprechen. So stand für die Gruppe zum jüngsten Jahreswechsel wieder der Gang in die Kulturhalle an. Ganz getreu dem Motto: „Da weiß man, was man hat.“

Quelle: op-online.de

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