Konzert des Musikvereins

Blasmusik vor stiller Nacht

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Einstimmen aufs Christkind: Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Altheims verkürzte das Warten.

Münster/Altheim - Warten aufs Christkind muss nicht zwangsläufig übers Fernsehen laufen. Vor allem für die älteren Semester gab es an Heilig Abend in Münster und Altheim sehr beschauliche und hörenswerte Alternativen. Von Thomas Meier 

In Münster beim letzten Konzert des Jahres des Musikvereins war in der vollbesetzten Friedhofskapelle ein eher getragenes Programm zu hören, in Altheim im Kirchgarten ging es eher weihnachtlich-schmissig zu, als das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr windumtost aufspielte. Zu letzterem Ereignis mit sehr christlichem Hintergrund stellte Pfarrer Ulrich Möbus gern das Areal an der Kirchstraße zur Verfügung. Zogen die Musiker des Feuerwehr-Blasorchesters bis vor zehn Jahren noch stets am 24. Dezember spielend durch die Straßen und Gassen Altheims, um mit weihnachtlichen Klängen von der nahen Ankunft des Christkindes zu künden. In den Hofreiten und an windgeschützten Winkeln des Ortes machten sie Halt und spielten auf für die Leute, die sie auch überall willkommen hießen und sie nebst mitlaufenden Kindern und Gästen mit warmen Getränken und kleinen Speisen bewirteten.

Ohren auf, aber Kapuzen hoch beim Freiluftkonzert der Bläser an Altheims Kirche.

Doch im Laufe der Zeit wurden die Blasmusiker wie auch die Hofreiten weniger. Man sann auf einen zentralen Standort fürs „Einstimmen aufs Christkind“, wie die Aktion auch heute immer noch heißt. Den fand man zunächst schräg gegenüber des Gotteshauses an einer Kurve der Kirchstraße. Doch auch dieses Freiluft-Domizil war nicht das rechte Plätzchen. Denn so wie die Höfe im Dorf sich zu Wohnhäusern wandelten, so wurden die Straßenränder zu Parkplätzen. Doch zugeparkt aufzuspielen ist die Sache des Blasorchesters nicht. Der eigentliche Kirchhof hinter dem Gotteshaus ist zwar durch die umliegende Bebauung etwas windgeschützter als der nun ausgesuchte Kirchgarten, doch liegt der direkt an der Straße, ist etwas erhöht und lässt die weihnachtlichen Klänge weit in den Ort hinein schallen.

Wenige Wochen vor Heilig Abend sanierte gar Blasorchester-Mitglied Klaus Weihert, Senior des gleichnamigen Garten- und Landschaftsbauunternehmens, den kleinen Weg zum Seiteneingang des Kirchgartens. Guido Quäling, Abteilungsleiter der Wehr und Vorsitzender des Blasorchesters, freut sich wie auch Pfarrer Möbus über diese Neuerung, gelangen die Gäste doch übers neue Pflaster trockenen Fußes zum Ort konzertanten Geschehens. Und so fanden sich zwischen 14 und 15.15 Uhr sehr viele Zuhörer an der Kirche ein, sich und den Kindern das Warten aufs Christkind auf musikalisch-gesellige Weise zu verkürzen. Es gab heißen Punsch für die Kinder, Glühwein für Erwachsene und kalte Ohren vom Wind, der heftig durch den Garten pfiff.

So wirkt Musik auf unseren Körper

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In Münsters bis auf den letzten Platz besetzten Friedhofskapelle lud der Musikverein zum Konzert mit Gedenken an die Verstorbenen vor dem Heiligen Abend ein.

Die meisten der Besucher verweilten gar noch länger an und vor allem später in der Kirche, sollte dort doch um 16 Uhr nochmals das Krippenspiel zur Christmette für die Kinder aufgeführt werden, das bereits am Freitag beim „Christkind herunterwinken“ vielbeachtete Generalprobe hatte. Großen Zuspruch fand traditionell auch das Abschlusskonzert des Musikvereins Münster in der Einsegnungshalle auf dem Friedhof. Es dient auch dem Gedenken der Verstorbenen des abgelaufenen Jahres im Musikverein, wird aber sehr gern von vielen Münsterern dankbar angenommen. Großer Beifall war der Musiker Lohn.

Quelle: op-online.de

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