Überzeugendes Konzert der Spielgemeinschaft

Blasorchester trifft Musikzug

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Ausbilderin Heidi Mika mit Saxophon-Nachwuchs Josua Quäling und Linus Merkel (von links).

Altheim - Sie nennen sich „Spielgemeinschaft Blasorchester Altheim und Musikzug Schaafheim“, eine gemeinsame Feuerwehrkapelle im Sinne einer Spielgemeinschaft, die jetzt mit einem gelungenen Adventskonzert in Altheims Kirche glänzte.

Die Zusammenarbeit soll den auf beiden Seiten rückgängigen Mitgliederzahlen entgegenwirken. Durch die gemeinsame Probenarbeit ist heute wieder eine vollständige Besetzung aller Instrumente und Stimmen gewährleistet. Aber man hat gelernt, dass etwas für die Zukunft getan werden muss. So gibt es, wie bereits von der Jugendwehr Altheim praktiziert, gezielte Nachwuchswerbung und -ausbildung. Eine der Gelegenheiten, bei der die Früchte dieser konzentrierten Bemühungen präsentiert werden können, ist das Adventskonzert in der Altheimer Kirche. Unter der Leitung ihres Dirigenten Steffen Rupprecht brachten die Musiker beider Orchester ihr Können zu Gehör, und auch der Nachwuchs hatte Gelegenheit, seine bisher erworbenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Mit einem fulminant vorgetragenen „Little Drummer Boy“, einer weihnachtlichen Weise aus Amerika, wurde das Konzert eröffnet. Dem folgte das nicht weniger gekonnt vorgetragene Stück „Walzer Nr. 2“ des russischen Komponisten Schostakowitsch. Die Melodie wurde in Deutschland bekannt durch Interpretationen von James Last und André Rieu, in Altheim gespielt von der Spielgemeinschaft Altheim/ Schaafheim. Guido Quäling, Leiter der Musikabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Altheim, begrüßte die überaus zahlreich erschienenen Gäste, unter anderen auch Bürgermeister Gerald Frank, seinen Vorgänger Walter Blank sowie den Vorsteher der Münsterer Gemeindevertreter, Günter Willmann. Gemeindebrandinspektor Florian Kisling und der 1. Vorsitzende des Feuerwehrvereins Altheim, Ralf Kaiser, sowie eine Abordnung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Altheim konnte sich ebenfalls durchgängig am Konzert erfreuen, wurden sie doch von keinerlei Alarmierung weggerufen.

Die Moderation übernahmen die Nachwuchskräfte Julia und Selina, die mit Informationen über die jeweils vorgetragenen Musikstücke und deren Komponisten berichteten. Barocke Weisen wurden abgelöst von Welthits wie „My Way“ und „Jingle Bells“, bevor ein für ein Blasorchester ungewöhnliches Instrument in Erscheinung trat. Veronika Hauck, musikalisch sonst mit der Trompete unterwegs, übernahm mit der Geige den Solisten-Part im auch von Chören gern gesungenen Lied „Die Rose“ und brachte mit dem zarten Klang der Geige einen gelungenen Kontrapunkt zur Blasmusik.

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Die Saxophonisten der Feuerwehrmusik aus Altheim und Schaafheim haben sich vor einiger Zeit zur Formation „Swinging Saxophones“ zusammen getan und konnten bereits gute Erfolge erzielen. So begleiteten sie in diesem Jahr die Verleihung des Hessischen Feuerwehrpreises durch Minister Peter Beuth in Frankfurt und traten auch schon bei der Hessenschau auf. Den „alten Hasen und Könnern“ folgte der Nachwuchs, vorgestellt von ihrer Ausbilderin Heidi Mika. Ihre Begleitung half den Jüngsten über die Aufregung und das Lampenfieber hinweg. Die Kleinsten, Smila (6 Jahre alt) und Emma (7 Jahre alt) ließen schon gekonnt die Flöten erklingen, die etwas älteren, Linus Merkel und Josua Quäling, sind schon fortgeschrittener und konnten in diesem Jahr ihre Prüfung für die „Große Stimmgabel“ ablegen. Ihr Instrument ist das Saxophon. Nach den Nachwuchskünstlern übernahmen wieder die gereiften Musiker der Spielgemeinschaft die musikalische Gestaltung. Die Moderatorinnen leiteten fehlerfrei, aber in einer Geschwindigkeit, die einen ICE vor Neid erblassen ließe, in das Musical „Starlight Express“ ein. Die alte Dampflok Rusty wurde von Guido Quäling mit der Trompete und der 1. Klasse-Wagon Pearl (also eigentlich eine Dame) vom Dirigenten Steffen Rupprecht mit dem Sopran-Saxophon dargestellt.

Weitere Darbietungen aus dem Genre Musical wurden geboten. Mit dem Alt-Saxophon bewies Richard Hartmann sein Können als Solist mit einem Stück aus dem Musical „Les Miserable“. Der folgende Titel, arrangiert für das Blasorchester von Steffen Rupprecht, ließ berührend und beeindruckend erklingen, wie Liebe die Dinge verändern kann („Love Changes Everything“). Überzeugende Solisten waren hier Guido Quäling mit der Trompete und Arnold Jox mit seiner Querflöte. Bevor die Spielgemeinschaft aus Altheim und Schaafheim zum großen Weihnachtsmedley startete, sprach Pfarrer Ulrich Möbus über das Saxophon und seinen Erfinder, den Franzosen Antoine Joseph Sax. Nach dem Segen erfolgte ein Medley mit beliebten Weihnachtslieder, in die das Publikum mit einstimmte. Kein leichtes Unterfangen, gegen ein stimmgewaltiges Blasorchester anzusingen, aber gemeinsam hat man es geschafft.

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Quelle: op-online.de

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