Brunnenfest in Altheim

„Teufelsmord“ versus Kuchentheke

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Die Damen des Vereins „Spurensuche“ standen den Besuchern Rede und Antwort zur Betreuung von demenzerkrankten Angehörigen und zeigten Werke ihrer Schützlinge (von links): Christine Beuck, Ria Oechsler, Christel Herbert, Brigitta Grimm, Ingrid Wurlitzer und Carmen von der Au.

Altheim - Auch fernab vom Wasserspender wartete der Männergesangverein Altheim zum trationellen Brunnenfest mit einem bunten Programm auf. Von Peter Panknin

Auf dem Gelände zwischen Gustav-Schoeltzke-Haus und Feuerwehr gibt es keinen sichtbaren Brunnen. Auch in der näheren Umgebung nicht. Einzig sichtbarer Brunnen in Altheim ist der an der Einmündung der Raiffeisenstraße in die Hauptstraße plätschernde. Dennoch feiert der MGV 1863 Altheim seit dem Jahr 2000 regelmäßig das Brunnenfest. Zuerst war es ja auch am Brunnen, aber seit 2008 findet es am jetzigen Standort statt. Der eigentliche Grund für das Fest, nämlich das Gedenken an die zahlreichen Brunnen in und an den einzelnen Häusern des alten Ortskerns, die bis in die 1920er Jahre die Einwohner mit Wasser versorgten, bleibt jedoch erhalten.

Für einen Männergesangverein ist es klar, dass das Ereignis viel mit Musik zu tun hat. Dadurch ist es im Laufe der Jahre zu einem kleinen Musikfest geworden, das von den Einwohnern gerne angenommen wird. Zu Beginn war ein Gottesdienst im Festzelt, natürlich mit viel Musik. Neben einer Formation des MGV 1863 Altheim, die die Gottesdienstbesucher bei ihrem Gesang unterstützte, spielte der Posaunenchor der evangelischen Kirche auf. Und Norbert Schewe nutzte statt der gewohnten Orgel in der Kirche ein E-Piano zur Begleitung des Zeltgottesdienstes. Nach dem Gottesdienst war musikalisch erst einmal eine Pause, denn mit vollem Mund singt es sich schlecht. Die zahlreichen Besucher des Festes drängten zum leckeren Mittagessen. 35 Kilogramm Spargel hatte Festwirt Holger Müller verarbeitet, teils als warmes Gemüse zubereitet, oder als leckeren Salat im Angebot. Dazu gab es Schnitzel und Pariser Kartöffelchen. Wer es einfacher haben wollte, konnte natürlich auch auf Bratwurst mit Pommes oder Brötchen zurückgreifen. Und gleich nach dem Mittagessen begannen die Helferinnen, die Kuchentheke im Gustav-Schoeltzke-Haus zu füllen.

Mit Lesungen aus ihrem Kriminalroman „Teufelsmord“ begleiteten die Autorin Tanja Noy das Team um Jasmin Frank in der von 13.30 Uhr bis 16 Uhr geöffneten Bücherei im Gustav-Schoeltzke-Haus. Von Spannung gepackt, verpassten die Gäste in der Bücherei beinahe den Kuchenverkauf. Besser hatten es da Besucher der Ausstellung des Vereins „Spurensuche Münster“, der die Werke der von ihm betreuten an Demenz Erkrankten Menschen präsentierte. Um zur Ausstellung zu kommen, mussten sie an der Kuchentheke vorbei…

Wer nicht gerade für Kaffee und Kuchen anstand oder aufmerksam der Krimi-Lesung folgte, konnte im Zelt die Auftritte des gemischten Chores vom Liederkranz Hergershausen oder des Männerchores des KMGV Münster verfolgen. Besonderen Ohrenschmaus bereitete das vierhändige Spiel auf dem E-Piano der Nachwuchskünstler Leo (9) und Dion (13) Bajerski. Ebenfalls als Nachwuchskünstler zeigten sich die jungen Damen des TSC Rödermark mit einer gekonnten Aufführung als „Zumba-Kids“. Die Vorbereitungen der Spielgemeinschaft der Feuerwehren Altheim und Schaafheim für ihren Auftritt hielt die Festgäste nicht von ihrem „Gebabbel“ untereinander ab, aber als die Musikanten ihr klangvolles Spiel begonnen hatten, wagten die Gäste vereinzelt sogar ein Tänzchen auf dem Pflaster des Feuerwehrgeländes.

Altheimer feiern Kerb

Quelle: op-online.de

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