CDU Münster stellt ihr Wahlprogramm vor

Freie Kita-Wahl und Wohnungsbau

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Das Asylantenheim in Münsters Goebelstraße wächst nach Startschwierigkeiten rasant in die Höhe. Geplant für die Unterbringung von rund 120 Flüchtlingen, erinnert die CDU daran, dass auch im sozialen Wohnungsbau einiges in Münster getan werden sollte.

Münster - Ausbau der Darmstädter Straße, Schaffung finanzieller Spielräume, familienfreundliche Politik, Stärkung der Vereine und Naturschutz sind Themen aus dem Wahlprogramm der CDU. Es wurde jetzt unter den Mitgliedern diskutiert.

Thomas Heinz, der Vorsitzende des CDU Gemeindeverbands, freute sich über den großen Zuspruch zur öffentlichen Mitgliederversammlung im Bistro Kulturterrasse und sagte, dass die Union mit dem Kandidatenteam viel Kompetenz zur Lösung der kommunalen Zukunftsaufgaben in Münster, Altheim und Breitefeld zu bieten habe. Viele Kandidaten seien über Jahre mit ihrer Gemeinde verwurzelt und würden sich auskennen. Genauso stellte er klar, dass die CDU eine offene Partei sei, was sich auch dadurch ausdrücke, dass mehrere parteilose Kandidaten auf der CDU-Liste stehen.

Erna Roßkopf, Thorsten Schrod, Michael Ries, Günter Willmann und Peter Waldmann erläuterten das CDU-Wahlprogramm und die Kandidaten stellten sich persönlich vor. Die Besucher erhielten so einen Überblick zu den Aufgabenfeldern einer Gemeinde. Dabei sind zunächst vorgegebene Pflichtaufgaben zu erfüllen, Spielräume für freiwillige gestalterische Maßnahmen müssten durch solides Wirtschaften geschaffen werden. Deutlich sprach Erna Roßkopf den wichtigen Ausbau der Darmstädter Straße bis zum Kreisel am Fachmarktzentrum an. Sie sagte mit Blick auf die offene Umgestaltung des letzten Teilabschnitts der Straße, dass zunächst begonnene Projekte abgeschlossen werden sollten, bevor neue in die Ausführung gehen.

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Thorsten Schrod zeigte auf, wie die Einkommensseite der Gemeinde sich verbessern soll. Alleine die Steueranteile von Bund und Land würden wohl in Zukunft nicht ausreichen, um mehr aus der Gemeinde zu machen. Gewerbe- und Mischgebiete, wie „Auf der Beune“ oder das derzeit an der Altheimer Straße in der Entwicklung befindliche Areal seien der richtige Weg, um am Wohnort Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen, die Kaufkraft am Ort zu halten und künftig mehr Gewerbesteuer einnehmen zu können.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und Münster für junge Familien interessant zu halten sei eine wichtige Aufgabe, so Michael Ries, der zu gesellschaftlichen Themen das Wort ergriff. Das habe die CDU letztendlich in den zurückliegenden Jahren gut gelöst, man solle sich da von Statistiken und anderen Meinungen nicht zu sehr beeindrucken lassen. Letztendlich sei die Realität ausschlaggebend, und da müsse man bedarfsorientiert die örtlichen Betreuungsangebote weiterführen.

Die CDU stehe für eine freie Wahl der Kita durch die Eltern. Was die Unterbringung der Flüchtlinge angehe, gelte es, zügig weitere Unterkünfte zu erstellen, die später aber auch als Sozialwohnungen zur Verfügung stehen. Die Altheimer Halle sei möglichst schnell wieder ihrem eigentlichen Zweck, Sport und Kultur, zur Verfügung zu stellen. Günter Willmann stellte Vorhaben aus dem Bereich Kultur, Sport, Vereine und Ehrenamt vor: Ohne Letzteres gebe es keine Vereine, keine Feuerwehr oder Rettungsdienste, kulturelle Arbeit am Ort, weniger Jugendarbeit, weniger Angebote für Senioren oder weniger Integrationsarbeit mit Flüchtlingen.

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Die CDU will den Vereinen ihre Freiräume sowie die bestehenden Rahmenbedingungen erhalten und verbessern. Das kommunale Kulturangebot soll in der interkommunalen Zusammenarbeit weiterentwickelt werden. Die Vereinsförderung solle verbessert werden und die Vereine eine Gleichbehandlung erfahren. Die Büchereien und das Heimatmuseum würden mit der CDU weiter unterstützt.

Zu den Vorhaben im Bereich Umwelt ging Peter Waldmann zunächst auf das Klimaschutzteilkonzept ein, das von der Gemeindevertretung noch zu beraten sei. Vorgesehen seien da zahlreiche Maßnahmen und Informationen sowie Beratungen der Bürger. Peter Waldmann versicherte, dass sich die CDU für die Unterstützung der Nabu-Gruppe einsetzen werde. Gleichzeitig sprach er an, dass die örtlichen Landwirte gute Rahmenbedingungen vorfinden müssten und erinnerte an die Pflege von Entwässerungsgräben. Außerdem werde sich die CDU für den Erhalt der Wirtschaftswege einsetzen.   Das Wahlprogramm, so Thomas Heinz in seinem Schlusswort, biete Münster eine Zukunft und den nachwachsenden Generationen Spielräume für deren Vorstellungen. (tm)

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Quelle: op-online.de

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