Ständchen zum Vatertag

Chorkonzert „Open Air“ läutet Waldfest des AGV Eintracht ein

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Der Groß-Umstädter Jugendchor „FLY“, eröffnete mit modernen Stücken das AGV „Open Air“ am Vorabend zu Christi Himmelfahrt. Die anwesenden Papas schickten die Sänger mit allerlei Ständchen in den Vatertag.

Münster - Beim Arbeitergesangverein Eintracht sind derzeit die Glückshormone los. Nach dem erfolgreichen Konzert „Nacht der Entscheidung“ stand an Christi Himmelfahrt das Waldfest im Freizeitzentrum an, welches am Vorabend mit dem „Open Air“ eingeläutet wurde. Von Michael Just 

„Beide Veranstaltungen sind richtig gut gelaufen“, bilanzierte gestern Morgen mit Manfred Löbig ein zufriedener und bestens gelaunter erster Vorsitzender. Vom Aufbau über das Wetter habe alles gepasst. Der gemischte Chor der Gastgeber, die Germania aus Eppertshausen und der Sonntag-Verein Nieder-Roden, untermalten die heitere Stimmung mit ihren Liedern. Wie in jedem Jahr bauten zahlreiche Vatertagsgruppen das Waldfest in ihre Runde ein, darunter sieben gestandene Mannsbilder aus Sickenhofen. Die Gruppe im Alter von 47 bis 67 Jahren kennt sich aus dem Ort, viele wohnen in der gleichen Straße. Bis auf einen sind tatsächlich alle Väter. Von Münster ging‘s weiter zur Gänsbrüh nach Dudenhofen und ins Don Bosco Heim nach Nieder-Roden. Der Ausklang war in Sickenhofen beim Frühlingsfest des Turnvereins geplant. „Dort haben die Frauen unseren Dienst übernommen“, erläuterte ein lachender Helmut Trippel. Die nicht geringe Gesamtkilometerzahl wurde ohne Elektrofahrräder zurückgelegt. Bis zum Abschluss wollte schon deshalb keiner fehlen, da die Prophezeiung im Raum stand, dass der einzige Nichtvater in der Runde diesen Status heute verliert.

Die Vatertagsausflügler aus Sickenhofen liefen das Waldfest als erste Station an.

Am Vorabend war das Waldfest bereits mit dem Open Air gestartet. Hier stand für den AGV Chor „da capo“ ein Jubiläum an: Schon seit zehn Jahren singt er mit anderen Vereinen aus der Umgebung in einem fröhlichen Miteinander Fest und Feiertag ein. „In der Regel unterstützen uns dabei sieben bis acht Chöre, die jeweils zwei bis drei Lieder singen“, weiß Manfred Löbig. Zum Jubiläum holten die Verantwortlichen noch weiter aus: Diesmal traten 15 Chöre in einem Zeitraum von 19 bis 22.30 Uhr an. Um auf diese Zahl zu kommen schrieb da capo-Sprecherin Veronika Rössler 35 Vereine an. Die am weitesten gereiste Formation kam mit der „TonArt“ aus Alsbach. Als treuer Freund erwies sich die Sängerlust Hausen: Sie ist von Anfang an dabei und fehlte in zehn Jahren nur einmal. Ein halbes Dutzend Gesangsvereinigungen, darunter aus Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Modau oder Mainflingen, feierten beim Open Air ihre Premiere. Der Gospelchor der evangelischen Gemeinde Münster gehörte ebenfalls dazu. „Ich staune immer, wie das funktioniert. Heute war doch ein Arbeitstag“, konstatierte Veronika Rössler. Laut Thomas Möller, einem der bekanntesten Chorleiter in der Region, werden mögliche Strapazen gerne in Kauf genommen, da man neben dem Singen auch auf viele Bekannte trifft, mit denen man sich austauschen kann.

Mit dem Wetter hatte der AGV Glück, denn in der Vergangenheit erlebten die Teilnehmer so ziemlich alles: regengeschwängerte Luft mit Morastboden, Mückenplage oder„Singen im Eisfach“ (dem wurde mit Glühwein begegnet). In diesem Jahr sorgte die Abendsonne für Frühlingsgefühle, lediglich beim letzten Programmpunkt, dem Männerchor aus Dudenhofen, machten sich die fünf Grad Celsius mit einem leichten Fröstelgefühl bemerkbar. Am positiven Fazit von Waldfest und Open Air ändert das aber nichts. „Jetzt haben wir uns wirklich ein Päuschen verdient“, meinte AGV-Vorsitzender Mannfred Löbig zurecht.

Quelle: op-online.de

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