Erich Kampmann beschäftigt 100 Angestellte in drei Märkten

Engagiert, nicht nur alle Jubeljahre

+
Stets für einen Plausch mit dem zahlenden Bürger zu haben: Münsters Verwaltungschef beim Abkassieren.

Münster - Fünf Jahre betreibt Erich Kampmann seinen Edeka-Aktivmarkt an der Darmstädter Straße am Ortsausgang Richtung Dieburg. Er feiert das kleine Jubiläum groß und kann dabei beeindruckende Zahlen vorweisen. Von Thomas Meier 

50 Beschäftigte arbeiten allein in diesem Markt, der seine Kundschaft aus Münster, Dieburg und Eppertshausen rekrutiert. Für einen guten Zweck und für den Unternehmer setzten sich jetzt die drei Bürgermeister der Markt-wichtigen Kommunen gar an die Kasse. Kampmann öffnete seinen 1 700 Quadratmeter großen Markt in Münster zu einer Zeit, da viele über ein Aussterben der Geschäfte im Zentrum klagten. Doch ist er heute mit seiner Entscheidung und seiner Kundschaft mehr als zufrieden: „Wir werden voll angenommen und akzeptiert vom Publikum, unser Konzept findet großen Zuspruch“, sagt der 57-Jährige. Es ist nicht sein einziger Markt, als er vor fünf Jahren am Ortsrand seine Tore öffnete, war er schon längst hochprofessioneller Kaufmann.

Der Büttelborner hat gleich zwei fundamentale Lehren für seine heutige Tätigkeit als selbstständiger Unternehmer abgeschlossen: Einmal als Metzger im elterlichen Betrieb, dann, weil ihm das Schlachten nicht so lag, setzte er noch den „Lebensmittelkaufmann“ in einem Toom-Markt in Griesheim drauf, wie damals noch der heutige Einzelhandelskaufmann genannt wurde.

„Mein Ziel war von Anfang an die Selbstständigkeit“, erinnert sich Kampmann, der diesen Schritt 1993 mit großem Optimismus ging. Mit einem Lebensmittelmarkt in Darmstadt-Eberstadt. Später öffnete er die ihm noch heute gehörenden Edeka-Märkte in Fränkisch-Crumbach (mit rund 750 Quadratmetern auch ein Aktivmarkt), sowie in Reinheim-Georgenhausen (450 Quadratmeter).

Die zehn erfolgreichsten Handels-Unternehmen

Doch damit soll noch nicht Schluss sein, denn das nächste Markt-Projekt läuft bereits: Ende 2016, Anfang 2017 will der Expandeur einen Edeka-nah-und-gut-Markt von rund 500 Quadratmetern Größe in Dieburgs Groß-Umstädter Straße eröffnen. Schon jetzt beschäftigt der Selfmademan rund 100 Angestellte in seinen Läden. In Fränkisch-Crumbach und in Georgenhausen sind seine beiden Söhne, 24 und 27 Jahre alt, jeweils Marktleiter. Für sie hat Vater Kampmann die gleiche Karriereleiter vorgesehen, die er selbst erklomm: Lehre, Seminare, Substitut, Abteilungsleiter, Marktleiter, Selbstständiger.

Und wie das im wirklichen Kaufmannsleben so alles funktioniert, macht der Meister vor. Damit er sich in seinen Gemeinden wohl fühlen kann, engagiert er sich auch für sie. In Münster beispielsweise durch Sponsorentätigkeiten in einigen Vereinen und bei Veranstaltungen. Oder aber beim Kulturprogramm der Gemeinde. Auch in Schulen bringt sich der Lebensmittelmann ein, etwa mit der Aktion „Gesundes Frühstück“ in der Mira-Lobe-Schule. Für die Dieburger Tafel ist er seit langem ein Gönner.

Klar, dass ein Lebensmittelmarktchef sein Sortiment bedacht auswählt. Und so finden sich neben den Edeka-Marken auch 150 Artikel von über 20 regionalen Erzeugern. Und so umfassend sich der Unternehmer um sein Sortiment sorgt, so auch um diejenigen, die es an den Kunden bringen sollen. Nicht nur auf die Ausbildung seiner Söhne achtet Kampmann. Rund 100 jungen Menschen gab er seit 1993 das Rüstzeug für eine qualifizierte Ausbildung im Einzelhandel mit. „Ich arbeite gern mit jungen Leuten zusammen, sie sind unsere Zukunft“, ist sich der Unternehmer sicher. In Münster hat Kampmann mit der Kundschaft aus drei Kommunen sicher auch eine glänzende.

Quelle: op-online.de

Kommentare