Geburtstag der Feuerwehr Altheim

Dudelsacklied zum 112.

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Aus dem ganzen Kreis reisten Musikgruppen an, um Altheims Feuerwehr zum 112. Geburtstag zu gratulieren.

Altheim -  Zwölf Musikgruppen aus dem Kreis gratulieren Altheims Feuerwehr nach einem Festumzug zum Geburtstag. Von Peter Panknin

Nach Schauübungen und Kinderbelustigungen, Ballonwettbewerb und einer Instrumenten-Mitmach-Probe, nach Rettungsübung mit Vorschlaghammer und der Altheimer Schnitzelnacht sollte der zweite Tag im Zeichen der Telefonnummer 112 und des gleichlautenden Geburtstages der Altheimer Wehr auch ins Zeichen der Kreiswehren gestellt werden. Der Sonntag begann mit einem Zeltgottesdienst, den die Musikzüge der Wehren von Altheim und Schaafheim mit dem Stück „Chariots of Fire“ eröffneten. Zum angebotenen Mittagessen – es gab Rouladen mit Klößen und Rotkraut – füllte sich das Festzelt rasch, denn die ersten Teilnehmer des Kreismusiktreffens der Feuerwehren, das zu Ehren der Jubilarin dieses Jahr in Altheim ausgetragen wurde, trafen ein.

Die letzten Bissen des Mittagessens waren noch nicht geschluckt, da starteten die Wehrleute aus Habitzheim ihr fulminantes Spiel. Ihrem Orchester gehören auch zwei Dudelsackpfeifer an. Man sagt, dass der Dudelsack vornehmlich von Schotten benutzt wurde, um bei kriegerischen Auseinandersetzungen den Feind in Angst und Schrecken zu versetzen. Das war früher, heute dient dieses Instrument mit seinem eigenwilligen Klang nur noch der Unterhaltung.

Die Habitzheimer jedenfalls bereiteten allen Zuhörern eine angenehme Vorfreude auf den um 14 Uhr startenden Festumzug. Nicht 112, aber immerhin zwölf Musikgruppen der Feuerwehren waren vertreten, alle aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg. Die Musiker kamen nicht allein, jeder Zug hatte eine Abordnung seiner Wehr mitgebracht, jeweils durch die Vereinsfahne gekennzeichnet. Das Zeigen der schönen und teilweise sehr alten Standarten verlieh dem Umzug ein buntes Bild. Begleitet wurde der Zug auch von Gruppen der in Altheim ansässigen Vereine, teils zu Fuß, aber auch eine Kutsche und ein Cabriolet wurden vorgefahren. Hier zwar in der Aufzählung der Zugteilnehmer am Ende erwähnt, beim Umzug aber ganz vorne dran: die lokale Prominenz aus Feuerwehr und Politik. Der Umzug nahm einen langen Weg durch Altheim und wurde von vielen Zuschauern erwartet. Auch waren zahlreiche Gartenzäune entlang des Zugwegs mit Fähnchen geschmückt.

Freiwillige Feuerwehr Altheim feiert 112 Jahre: Fotos

Wieder zurück im Festzelt überreichten die offiziellen Vertreter der Gemeinde und des Landkreises ihre Präsente an den Geburtstagsverein in Form von Umschlägen, nicht ohne ihren Dank für die Verdienste und Leistungen der Altheimer Freiwilligen Feuerwehr auszusprechen und Glückwünsche zu übermitteln. Zu Kaffee und Kuchen unterhielten der Spielmanns- und Fanfarenzug Messel und der Fanfarenzug Alsbach die Festgäste. Krönender Abschluss des Musikereignisses war der gemeinsame Auftritt alle beteiligten Musiker. Steffen Rupprecht, Leiter der Musiker aus Altheim und Schaafheim, hatte die Aufgabe, 120 Musiker auf der Bühne zu dirigieren. Um einen besseren Überblick zu haben, tat er das auf einem Biertisch stehend. Großer Applaus belohnte die Darbietung der vereinten Wehrkräfte.

Wie groß die Power der vereinten Feuerwehren ist, zeigte sich im überzeugenden Vortrag des zum Abschluss als Zugabe gespielten „Coburger Marsch“. Mit Abzug der auswärtigen Gäste war das Fest aber noch nicht zu Ende. Darbietungen der Squaredance-Gruppe „Lucky Riders“, die regelmäßig im Altheimer Feuerwehrhaus ihre Übungsstunden abhalten, unterhielten die Gäste aufs Beste. Den Abschluss des Festes machte die Spielgemeinschaft „Blasorchester Altheim und Musikzug Schaafheim“.

Neben den musikalischen Vorträgen wurden die Gäste auch durch manche Show-Einlage gut unterhalten. So wurde die „Knödel-Polka“ durch fliegende (Schaumstoff-) Knödel begleitet, oder das Schlagzeug mal eben gegen zwei leere Weinflaschen zur Untermalung der „Löffel-Polka“ getauscht. Jubel löste die Erscheinung von Winnetou (Klaus Kemper) aus, der zum Klang von Martin Böttchers Filmmusik auf einem hölzernen Pferd durchs Zelt ritt.

Quelle: op-online.de

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