Münster präsentiert seine Kreativen nun neu

Film ab für die Art-Schau

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Daniela Schäfers lässt mit Hilfe ihrer Digitalkamera die Einzelteile von Kunstwerken lebendig werden.

Münster - Die neue Schau für den Herbst heißt „Kunst in Münster“ und präsentiert ihre Künstler erstmals auch auf der Leinwand. Daniela Schäfers schafft dabei Kreatives mit der Digitalkamera.

Vieles ist neu in diesem Jahr bei der traditionellen Kunstausstellung, die seit vielen Jahren stets am letzten Septemberwochenende in der Münsterer Kulturhalle abgehalten wird. So heißt sie von nun ab nicht mehr „Kunst zwischen der Kerb“ sondern „Kunst in Münster“. Darüber hinaus gibt es ein großes Mitmach-Kunstwerk und auf der Vernissage dürfen die Besucher Rätsel lösen und dabei etwas gewinnen. Ein besonderes Highlight ist zudem, dass ein ganz neues Medium in die Schau integriert wird: der Film. Initiatorin dafür ist Daniela Schäfers, selbst Kunstschaffende, die seit mehreren Jahren im Organisationsteam aktiv ist. „Zunächst gab es die Idee, Interviews zu machen, doch ich suchte nach etwas, was wirklich spritzig ist und anders. Nun habe ich eine Technik gefunden, mit der die Kunstwerke der Teilnehmer lebendig werden“, freut sich Schäfers, die von Hause aus Kostümschneiderin fürs Theater und derzeit als selbstständige Schneiderin in Münster tätig ist.

Während sie selbst Papierkunst bevorzugt, aber auch die ein oder andere genähte Überraschung präsentieren wird, ist sie derzeit voll und ganz mit den Werken ihrer Kollegen beschäftigt: „Es dauert schon viele Stunden, bis der Film fertig ist, da ich ihn aus ganz viele Einzelfotos zusammenfüge, ähnlich wie einen Trickfilm. Jeder einzelne Beitrag besteht aus 300 bis 400 Einzelfotos“, informiert die zweifache Mutter.

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Bislang hat sie ein gutes Dutzend Einzelfilme im Kasten, von Schmuck über Skulpturen bis hin zu Malerei ist von allem etwas dabei. Ob sie wirklich alle 39 Künstlerinnen und Künstler in den Film einbinden kann, ist eine Frage der Zeit. „Es hat mich richtig gepackt und macht mir sehr viel Spaß, so dass ich vorhabe, zukünftig noch andere Filmprojekte zu verwirklichen, vielleicht als AG in der Schule“, strahlt Schäfers, wenn sie von ihrem neuen Hobby spricht. So lässt sie Tiffany-Glasteile auf einem Blatt tanzen oder eine Skulptur sich Schritt für Schritt zusammensetzen. Ideen hat die kreative Münstererin viele und die Freude daran, Bewegung in etwas Unbewegtes zu bringen, lässt viele neue Filmbeiträge entstehen.

Wer sich den Film anschauen möchte, braucht nichts weiter zu tun, als die Ausstellung „Kunst in Münster“ zu besuchen, die am Freitag, 25. September, um 19 Uhr mit einer Vernissage beginnt und das Wochenende über geöffnet ist. Freitag können die Besucher den musikalischen Beiträgen von Tobias Seemann lauschen, ein Rätsel lösen und einen Preis gewinnen, Samstag und Sonntag kann gemeinsam ein Kunstwerk gestaltet werden, das zu guter Letzt verlost wird. Der Eintritt ist frei.

tm

Quelle: op-online.de

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