Asylkreis wird Verein

Flüchtlinge mit Spaß Deutsch lehren

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Wenn Familie Fasllio mit ihrer Lehrerin Ludmilla Vasata Deutsch lernt, ist immer auch viel Spaß bei der Sache.

Münster - Die Mitglieder des Asylkreises geben den in Münster untergekommenen Flüchtlingen wichtige Starthilfen, helfen bei Ämtergängen und lehren Deutsch. Jetzt wird der aus der Not heraus geborene Kreis zum Verein. Doch der sucht weitere Mitstreiter.

Zwei Mal in der Woche erteilt Ludmilla Vasata ehrenamtlichen Deutschunterricht für Flüchtlinge, die in Münster Zuflucht gefunden haben. „Solange der Asylantrag noch nicht bewilligt ist, bekommen sie von Amts wegen keinen Sprachkurs genehmigt. Deshalb springen wir ein“, informiert die muntere ehrenamtliche Helferin. Grundkenntnisse wie buchstabieren, zählen und das Datum nennen zu können, stehen dabei im Vordergrund. „Und der Spaß fehlt auch nicht“, lacht Vasata und freut sich, dass ihre Schützlinge schon einiges gelernt haben. „Danke, mir geht es gut“, antwortet die 17-jährige Denisa Fasllio aus Albanien korrekt, wenn ihr die entsprechende Frage gestellt wird. Sie ist gemeinsam mit ihren Eltern und ihren beiden jüngeren Brüdern nach Deutschland gekommen, ihre ältere Schwester ist mit Mann und Baby in Albanien geblieben. Insgesamt werden vom Münsterer Asylkreis sechs Deutschkurse pro Woche angeboten, wodurch etwa acht Ehrenamtliche für 40 Flüchtlinge zuständig sind. „Wir freuen uns, wenn sich noch mehr Menschen finden, die Zeit und Lust haben, mit den Menschen zu arbeiten. Vorkenntnisse sind dafür keine notwendig“, lädt Vasata ein.

Weil die Arbeit des Asylkreises so wichtig ist, will die Initiative sich nun zu einem Verein wandeln. Willkommen ist jeder, ganz gleich, ob er ein festes Amt im neuen Verein übernehmen möchte, oder einfach ab und an mithelfen möchte. „Die Vereinsgründung ist ein wichtiger Schritt, um formal korrekt agieren zu können. Dabei geht es insbesondere um die Verwaltung der Spenden, aber auch darum, Ansprechpartner nennen und Zuständigkeiten klären zu können“, informiert Peter Panknin, der ebenfalls in der Initiative aktiv ist und hinzufügt: „Wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt und uns unterstützt.“ Eines ist dabei sicher: Nicht nur die Ehrenamtlichen profitieren von der Vereinsgründung, sondern ganz besonders die vielen Schutzsuchenden aus den verschiedensten Ländern, denn ihnen kommt die Arbeit des Asylkreises zu Gute.

Übervolle Asyl-Unterkünfte der Länder

tm

Quelle: op-online.de

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